Herzlich Willkommen

Projekt Landyacht

 

WOMO – Gedanken

…oder ist es schon Planung?

 

Seit ich bzw. wir in der Familie Urlaub machen, haben wir – bis auf wenige Ausnahmen – immer im Zelt, Wohnwagen oder auch schon früh im Selbstausbau unsere Ferien verbracht. Es gibt für uns nicht Schöneres und sobald ein Kind mitfährt gibt´s nichts Besseres. Natürlich ist eine Übernachtung in spanischen Paradores eine schöne Sache, aber über Wochen im Hotel zu wohnen können wir uns noch nicht vorstellen.


Der letzte Ausbau ist über 25 Jahre her, es hat sich viel geändert. Sowohl an den eigenen Ansprüchen als auch an Materialien und Fähigkeiten. Geblieben ist für mich auch der Verzicht auf allzu viel Luxus, deshalb würde mir auch ein Niesmann+Bischoff oder Vergleichbares nicht gefallen. Bis heute hatten wir z. B. noch kein TV an Bord. Allerdings haben die Jahre im Cali die Latte doch etwas höher gelegt. (Sorry, falls jemand von oder mit einem N+B mitliest, ich habe nichts pers. gegen euch. Ich benutze euch hier einfach mal als Synonym für WOMO-Dickschiffe. Nicht böse sein ;-))

 

Der WOMO Selbstausbau bedarf Geld, Zeit, Platz, Geduld. Aber auch Planung, Fähigkeiten, Werkzeuge und ab und an Hilfe durch weiter Person(en) und eines Kastens Biers. Oder zwei, oder drei…

Ein Selbstbau wird nicht zwangsweise preiswerter sein, als ein Mobil von der Stange. Dafür ist es individuell.  Beim Dealer „Wir nehmen das da…“ sagen geht schneller, als sich Gedanken über einen Grundriss zu machen. Man braucht den Platz und die Zeit die Baustelle auch mal ein paar Tage ruhen zu lassen. Wer „auf der Straße“ baut kann nie etwas liegen lassen. Und wer hektisch baut, baut zweimal. Wenn nur mal was „versägt“ ist, geht´s noch. Stellt man beim ersten Urlaub fest, dass das „Ganze“ nicht passt, wird´s teuer. Im Extremfall – alles neu. Manche Sachen können erst „geplant“ werden, wenn sie anliegen. Das muss man akzeptieren. Nicht jedes Werkzeug muss man selbst besitzen, man kann es leihen oder evtl. das Werkstück zur Bearbeitung abgeben. Auch das kostet Zeit.  Manchmal, manchmal auch ziemlich spontan, braucht man eine helfende Hand. Z. B. wenn die Bodenplatte noch mal raus muss oder bei der Deckenverkleidung. Wohl dem, der da nicht lange suchen/fragen muss. Und mit dem kühlen Bier nach erfolgreicher Montage sieht doch alles gleich viel freundlicher aus.

 

War es früher besser? Zumindest einfacher. Da hat man sich den „Großen Pieper“ geholt und auf zweit- oder drittklassigem Papier ein paar sehr graue schwarz-weiß-Fotos bestaunt und Preise addiert. Dann hat man den Kram gekauft, alles zusammen geschraubt, ggf. ein wenig Fehler- und Ursachenforschung in Praxis betrieben und fertig war das WoMO. Selbst der TÜV hatte nix zu meckern. Sitze quer oder längs – kein Problem. Dachluken haben auch auf der Autobahn bergab und mit Sonnenschein von hinten komischerweise gehalten. Da ist nix in die Luft geflogen oder hat sich per Kabelbrand in Rauch aufgelöst, auch ganz ohne doppelte Leerrohrführung. Aber heute ist eben heute.

 

 

Was wollen wir. Oder eben nicht.

Die Zeiten, wo man sich an irgendeinen Feldweg im Sonnenuntergang hinstellen konnte scheinen vorbei zu sein. Vielleicht ist es nördlich des Polarkreises noch möglich, doch wo heute Trucks auf Autobahnparkplätzen bewacht werden müssen, scheint mir die Aussicht auf der anderen Seite des Zauns zu nächtigen nicht wirklich verlockend. Wir sind inzwischen in der glücklichen Lage, dass es uns nicht mehr auf einen Tag mehr oder weniger bei der An- bzw. Rückreise ankommt. Eine Übernachtung auf einem Camp-Platz bietet abseits der Autobahnen daher etwas mehr Ruhe.

Somit brauchen wir auch kein „Bad“ im Bus. Wir können auf dem CP alles erledigen, was es zu erledigen gibt. Für die wirklichen Notfälle kann immer noch ein Kleinst-Klo verstaut werden.

Soweit die Theorie.
Eine beiläufige Nachfrage bei der GöGa ergab dann ein ein klein wenig anderes Bild. So „eine Art von Bad“ wäre schon nicht schlecht, wenn man schon mal dran ist. Dusche ist aber nicht nötig, aber ein Waschbecken und einen Platz für´s PortaPotti sollte dann doch schon sein.

Damit wäre dann die zukünftige Fahrzeuglänge von L2 auf L3 sprunghaft gewachsen. Man kann dann aber auch den Rest etwas anders planen: der ganze Sanitärkram hat dann einen Platz, ebenso Handtücher usw.. Mit einer Duschwanne mit Bodenablauf können auch mal nasse Sachen aufgehängt und/oder abgestellt werden. Allerdings wird jetzt wohl ein Grauwassertank nötig.

 

Die Sache mit dem Gas… Brauchen wir das wirklich? Haben wir in den letzten 25 Jahren 1 x den Kühlschrank mit Gas betrieben? Nein. Haben wir die Heizung mehr als ein Mal im Jahr in Betrieb gehabt? Sehr selten. Ist Gas zum Kochen alternativlos? Ich glaube nicht.

Was man für eine Gaseinrichtung so alles braucht:

Gaskasten

Flaschen

Leitungen

Verteiler

Verbraucher

sonstiges

Nach innen luftdichter Raum, Lüftung zum Boden oder zur Seite.

5 kg oder 11 kg, Stahl o. Alu, eine oder zwei, wenn zwei, dann Flaschenauto- matik mit Crashsensor (DuoControl CS), Gasfernschalter

Stahl oder Kupfer, (ggf. mit Einsteckhülsen), Rohrschellen mit Gummi, Schneidver-schraubungen,
Halterungen

Verteiler zum Anschluss der Verbraucher, Einzelabschalter pro Gerät

Gaskocher, Kühlschrank (Kamin nötig), Heizung (Kamin nötig)
wer´s nötig hat: Warmwasser

Werkzeug: Rohrschneider, Rohrbieger,
Dichtung (Truma-Paste),
Lecksuchspray


Das ist alles in allem ein nicht zu verachtender Arbeits- und Materialaufwand. Hinzu kommt die Erstprüfung und alle zwei Jahre die Gasdruck-Prüfung. Ansonsten kein TÜV.

Es sollte also geprüft werden, ob eine alternative Koch- und Heizmöglichkeit ohne Gas möglich ist.

Im Segment „Heizung“ scheint es möglich zu sein, alle KAWA-Hersteller bieten Zusatzheizungen an, die mit Treibstoff arbeiten. (Leider, so hat sich herausgestellt, können diese Zusatzheizungen nicht als Standheizungsalternative dienen, sondern lediglich zusätzlich den Laderaum erwärmen.)

Kochstellen, die mit Diesel arbeiten, gibt es, laufen aber in einer Preisklasse, die zumindest unseren Finanz-Rahmen sprengt. Bleibt also die Elektro-Küche.

Damit müsste man sich nun mit ein wenig Elektro-Technik und CP-Organisation beschäftigen.

 

Ich fange aber lieber von hinten an. Ich möchte auf CPs nicht im Schatten von rollenden, 3m hohen Eigenheimbussen stehen, nur weil es in dieser Platzecke die 12 Ah-Steckdosen gibt. Es muss auch mit der Hälfte an Energie gehen. Dann fallen allerdings Doppel-Kochplatten aus. Mit ca. 3000 Watt bei gleichzeitigem Betrieb beider Platten unter Volllast kommen knappe 10Ah zusammen. Dann kommt noch die Kühleinheit dazu… Und evtl. Unterhaltungselektronik. Und der Bat.Lader… und…

Hm. Es läppert sich was zusammen.

Aufstellung der elektr. Verbraucher (vermutlich noch nicht vollständig)

 

230V  - Landstrom
Kühlung (Schrank oder Box(en)
Batt-Lader
2 oder 3 Steckdosen

Kochplatte (?)

 

12V - Betriebsstrom 
Beleuchtung
Heizung
Unterhaltung
Ventilator/Dachklappe
Kühlschranklüftung
Kühlung (Kühlschrank oder/und Truhe
elek. Stufe
Wasserpumpe(n)
Gasfernschalter

 

Da kommt bestimmt noch mehr.

Einzelplatten (z. B Infrarot (+ man braucht keine anderen Töpfe) oder Induktion (- man braucht andere Töpfe)) gibt es zwar für ein „paar“ Euro, aber nicht unter 2000 W. Jedenfalls habe ich keine gefunden. Das sind auch noch eine Menge Watt, und ob sich die Chefköchin mit ‚einer‘ Platte zufrieden geben wird ist mehr als zweifelhaft. Ich habe leider absolut keinen Schimmer, wie viel „Volllast“ ein Kochprozess am Herd benötigt.

 

Unterstützung durch Solar statt Landstrom?

Mir ist in den letzten Tagen ein Blog unter die Augen gekommen, der sich ausführlich mit dem Einbau einer Solaranlage in ein Wohnmobil beschäftigt. Dabei ist mir dann aufgefallen, dass sich unser Stromverbrauch im „Cali“ ganz massiv von Verbräuchen (und Verbrauchern) in anderen Womos unterscheidet. Wofür brauchen wir im Cali 230V? Für das Netzteil, dass die Batterien auflädt, für zwei Steckdosen a 230V (aufladen von Foto- oder Handy-Akkus). Licht? Ausschließlich 12 V. Heizung? 12 V. Pumpe? 12 V. Kühlbox? Imo auch 12V. Warmwasser? Haben wir nicht. Zum Mitschleppen von TVs, Playern, Kaffeemaschinen ect. fehlte uns bisher einfach der Platz. Ist der Umkehrschluss also: je mehr Platz für zusätzlichen Krempel, je mehr Strom braucht man? Vermutlich JA. Nur für den Kühli 4,- pro Tag für Landstrom auf dem CP ist natürlich auch nicht zu verachten, aber Solarstrom gibt es hardwaremäßig auch nicht umsonst. Je nach Ausstattungsumfang (auch Steuerung, Speicherung ect.) kommen ein „paar“ €uro zusammen.

Brainstorming

Schön wäre ein Leben ohne Gas.
Bei der Heizung könnte es gehen (Dieselheizung, Preis…. )
Beim Kochen bleibt´s unklar. Die zuletzt besuchten C-Plätze bieten zwischen 5 und 15 Ah an. 5 oder 6 Ah sind nicht üppig.

 

 

Schalfen... (gefunden im WWW)
Schalfen... (gefunden im WWW)

Und dann ist da ja noch die Sache mit dem Kühlschrank bzw. der/den Kühlbox(en).

Da sich auch in diesem Bereich der Hang zum Monopolismus breit macht, finden sich nur noch sehr wenige Hersteller. „Dometic“ dominiert den Markt, aber auch Kleinhersteller wie „Kissmann“ stehen bei der Preisgestaltung den Großen in Nichts nach. Wobei der „Kissmann“-Ruf ein sehr guter ist. Zusammen mit „Vitrifrigo“ bieten sie Kühlschränke an, bei denen der Kompressor nicht im Schrankgehäuse steckt. Das macht natürlich Platz im Kühli, aber die Kälteeinheit muss man auch erst einmal unterbekommen (Lüftung, ich hör´ Dich schnaufen).

1000,-, 1.500,- oder gar mehr als 2.000 €uronen für eine Kühleinrichtung im Bus? Ich muss ganz ehrlich sagen, da schüttelt es mich genauso wie bei einer Heizung von 1.400,- €. Alternativ wären z. Z. Kühlboxen. Die gibt´s auch noch mit 50mg-Gas-Brenner, den muss man ja nicht zwingend benutzen. Ich werde das im Auge behalten. Boxen bieten gleichzeitig auch die Möglichkeit, dass man sie bei einer Gartenfete nutzen kann. Auf der anderen Seite gibt es in diesen Boxen nicht die geringste Unterteilung. Es wird ein ewiges Umgraben der gekühlten Dinge. Das war schon im Cali so, und da gab es noch eine Gitterbox als Einteilung. Außerdem haben sie einen hohen Stromverbrauch, wenn man nicht gleich wieder die Luxus-Kisten nimmt. Evtl. bietet sich auch ein Mix an, ein kleinerer Kühlschrank oben und eine Box unten drunter.

 

Schlafen, hinten quer, ist quasi ein „Must have“. Unter der Matratze muss es eine Belüftung geben, nasse Unterseiten – wie seinerzeit im Wohnwagen – sind nicht mehr „uptodate“.

„Schlafen quer“ bedingt aber auch einige andere Gedanken. Es ist schön, abends aus dem Bettchen in den Sonnenuntergang zu schauen. In der ersten Etage des Calis ging das Dank der „Softfenster“ ganz gut. In 2m Höhe waren auch nicht mehr viele Sichthindernisse im Weg. In der Blechkarosse des WOMOs gibt es keine Softfenster mit Reißverschluss, sondern Klappfenster mit Rollos und Mückennetzen innen. Und diese ragen in den Schlafraum hinein und werden somit von Füßen, Kopfkissen oder anderen ausgestreckten Gliedmaßen in der REM-Phase gefährdet. Je nach Einbauhöhe über der Matratze schrumpft auch das Innenmaß.

Bleibt z. B. die werkseitige Verglasung der Türen hinten, im Vergleich zu zwei Ausstellfenstern mit 150,- € geradezu ein „Schnapper“. Aber man will ja auch noch atmen können und Kondenswasser soll nicht in Strömen im Inneren fließen. Also kommt dann eine Dachluke mit Lüftung über die Pritsche, die das „gesparte“ Geld gleich wieder rauspustet.

Früher gab es Fenster, die zu den Einbaufenstern passten aber nicht zu öffnen waren und auch keine Rollos hatten. Bei meinen bisherigen Exkursionen im WWW in Sachen Fenster habe ich diese nicht mehr gesehen. Dabei wären sie zur Vermeidung von Kondenswasser gerade in der Kuschelecke nötig.

 

Die Grobplanung sieht vor, unter dem Bettrahmen links und rechts Stauraum zu schaffen. Die Mitte soll frei bleiben um ggf. auch einmal „eine Dachlatte“ transportieren zu können. Wenn das Bett nun im Mittelteil an/hochklappbar ist, darf es auch mal eine Tischplatte sein.

Nimmt man jetzt (theoretisch) mal eine Betthöhe über Boden von 90 cm an und eine Liegeflächenbreite von 150 cm bleibt darunter links und rechts Stauraum ohne Ende, jedenfalls im Vergleich zum Cali. Wie diese aufgeteilt wird ist ein Fall für die Feinplanung zu einem späteren Zeitpunkt. Es muss auch noch einiges untergebracht werden: Grau- und Frischwassertank evtl. in so ein Seitenfach, ein oder zwei Batterien, die evtl. Gasflasche (und die Reserveflasche). Ich seh´ schon, das wird wieder spannend.

Die restliche Aufteilung eines Womos ist leider Standard und bietet – wenn man die Fahrzeugsitze mitbenutzen möchte – wenig Spielraum für Varianten:

Eingang durch Schiebetüre, rechts die drehbaren Fahrzeugsitze, davor ein kleiner Tisch, daneben wiederherum eine weitere Sitzbank (wenn möglich mit Gurten), damit auch noch „die Kinder“ mal mitfahren dürfen. Auf der Fahrerseite schließt sich dann ein Schrank oder das Bad an. Auf der Beifahrerseite beginnt mittig der Schiebetür der Küchenblock. Wenn daneben noch Platz ist, würde ich einen Schrank für hängende Kleidung einplanen. Ob es ein Vor- oder Nachteil wäre, dass das „Schlafzimmer“ nun optisch sehr abgekapselt vom Rest wäre müsste mal diskutiert werden. 

Die ganze Möblierung wird auf einem Zwischenboden platziert, der so hoch bemessen ist, dass ggf. Heizungsluftrohre am Rand, aber auf jeden Fall Gas-, Wasser- und Stromleitungen in Leerrohren „versteckt“ werden können. Natürlich bekommt der Boden auch eine Isolationsschicht.

 

Brainstorming

Elektro-Küche allein scheint keine Option zu werden.
Heizungsfrage ist noch offen
Alternativ-Gurtbock zu Reimo-Modellen gefunden
Grauwasser im oder unterm Bus?
Bett: eher Lattenrost oder diese bunten Plastikpilze als Unterlage? Da ich ja gerne einen Durchgang hinten hätte, dürfte das mit einem Lattenrost nicht so schlicht hinhauen.

 

In den letzten Tagen (oder sind es schon Wochen?) habe ich mir viele Webseiten von Selbstausbauern angesehen. Besonders aufgefallen sind mir dabei die Ausbauten div. „Holzwürmer“, deren Interieur ausschließlich aus Pappel- oder Birken-Platten besteht. Größtenteils sind das handwerklich sehr gute Arbeiten, aber ich für mich möchte nicht nur in einer „Sperrholz-Box“ wohnen. Nichts gegen Holz! Aber dieses Holz ist mir von der Maserung an sich her zu tot. Genauso wie bei Parkett ohne Maserung und Ast. Teuer, aber tot. Da kann ich auch Uni-Teppichboden nehmen. Leider bieten auch die professionellen Hersteller wenig Unterschiede beim Wohnraum-Design. Kirsche und Eiche dominieren. In den Edelkarossen wird Eiche (bzw. Eichenersatz?) auch mit weiß kombiniert. Wohnmobile und Boote/Yachten haben vieles gemeinsam, so findet sich ja auch Vieles bei Yachtausbauern, was auch im WOMO-Bau Verwendung finden kann. Das fängt bei vernünftigen Handwaschbecken und deren Siphon an und endet dann in der einen oder anderen Designstudie. Eine dieser Studien zeigte ein Interieur mit Anthrazitfarbenen Wänden, unterbrochen mit Segmenten von Teak. Auch der Schiffsboden (schmale Teakplanken mit dünnen schwarzen Dichtungsstreifen dazwischen) hat mir gefallen, auch wenn ich diesen Boden im Womo für unbrauchbar halte. Auf einem Schiff gibt es nasse Füße, im Womo eher sandige. Das kann einem Holzboden auf Dauer nicht gut bekommen. Es wäre auch nochmal abzustimmen, ob eine dunkle Inneneinrichtung nicht zu sehr aufs Gemüt schlägt. Aber schlimmer als in einer Kirsch-Kiste kann´s auch nicht werden.
 

So geht´s auch... (gefunden im WWW)
So geht´s auch... (gefunden im WWW)

Optisch unschön finde ich auch die Kombinationen von unterschiedlichsten Anzeigeinstrumenten. Metalle aller Couleur (silbrig, grau oder schwarz lackiert), LED-Reihen mal gerade, mal gebogen oder weißer Kunststoff als Schalter- und Anzeigenhintergrund gefällig zu arrangieren scheint mir unmöglich. Schade, dass sich die Hersteller da nicht auf ein Maß bzw. eine Halterart einigen konnten/können oder Alternativen anbieten.

Wo kämen bei mir die Anzeigen bzw. Bedienelemente hin? Über der Sitz“ecke“ wäre eine Möglichkeit. Über der Türe lägen sie besser im Zugriff, würden aber die Gefahr des Kopfstoßens beim Ein/Ausstieg fördern. Mal sehen…

Überrascht bin ich über den – vermeintlichen – Leichtbau, der bei manchen Selbstbauten zu sehen ist. Daaamals, als ich vor knappen 30 Jahren den ersten Ducato zum WOMO gemacht habe, gab es bei mir nur „massive“ Wände, sprich mind. 16mm Tischlerplatte. Da hat 10 Jahre nix gerappelt oder gequietscht. Wenn ich da so an den „Cali“ denke…

Wenn es ans Plänezeichnen geht werde ich mal über Leichtbau nachdenken.

 

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Inzwischen sind einige Wochen vergangen und unmerklich die „Gedanken“ in eine „Planung“ mit doch schon sehr konkreten Vorstellungen übergegangen, die in ihrer Feinheit noch an unbekannten Maßen oder nicht geklärten Materialen hapern.

 

Gerne hätte ich Möbelplatten mit dem italienischen Nano-Furnier. Die Seite http://www.raumprobe.de/ zeigt einige Materialien, mit denen man kreativ bauen könnte. Da man sich elitär nicht nur über Händler sondern auch über Preise ausschweigt muss man es wohl auch nicht nötig haben. Einen Anbieter habe ich dann doch gefunden, und zwar in den Niederlanden. Ja, was soll man da sagen: eine 12mm Schichtplatte, 4m x 1,90m glaube ich war´s… 1.550,- €? Kein weiterer Kommentar. (Inzwischen sind ein paar Monate ins Land gegangen und auch unser benachbartes Küchenstudio bietet Nano-Platten an. Allerdings zu gleichen utopischen Preisen. Beim „Bauhaus“ gibt es leider nur Nano-Arbeitsplatten.)

Es gibt ja auch andere beschichtete Platten. Nur auch immer wieder die Frage: woher? Muss ich vom Niederrhein bis Bayern oder Schleswig-H. fahren?

 

Recht & Ordnung

 

Eine wirklich „offene Baustelle“ ist die Schaffung von weiteren Sitzplätzen im Bus.
Es reicht heute nicht mehr ein Polster gegen Verrutschen zu sichern, nein, die Sitze müssen quer zur Fahrtrichtung erstellt werden und müssen 3-Punkt-Gurte aufweisen. Der Gurtbock muss fixiert sein, z. B. um Fahrzeugholme, oder mit div. Trägerabstützungen unter dem Fahrzeug, wie sie auch in Fachpublikationen gezeigt wurden. Das sollte doch nicht so schwierig sein, wenn man schon Luftfedern oder eine AHK eingebaut hat. Aber doch beginnt gerade hier das Abenteuer.

Die im WWW zu lesenden Beschreibungen einer Gurtbockmontage reichen von „ist doch ganz einfach“ bis zu völliger Verzweiflung beim Umgang der Herren in Grau mit dem Thema. Der Nasenfaktor oder der pers. Ansporn etwas zu ermöglichen (oder eben zu verhindern) scheinen eine maßgebliche Rolle zu spielen. Mal reicht die Erkenntnis, dass die Aufrolleigenschaften der Gurte nicht behindert sind, ein anderer „Inschinör“ hätte gerne ein Splittergutachten der Lehne und Sitzfläche. Spätestens hier müsste man mich festhalten.

Wenn man derartige Aus/Einbaumöglichkeiten anbietet/akzeptiert, sollten diese auch ohne Interpretationen möglich sein.

Bliebe als Alternative der Erwerb einer Komplettfertiglösung. Richtig teuer von ASN oder SKA, preislich und ästhetisch in einer anderen, schwächeren Liga, eben die Sitzbänke von Reimo.

 

Eigentlich bietet sich nur die Reimo Sitzbanke an. „Divano" lässt sich sowohl in Breite als auch nach vorn verschieben, der einfache "Gurtbock" mit Sitzunterbau gibt es in zwei Größen. Das ist vorteilhaft, da nebenan die Küchenzeile liegt und es hier auf jeden Zentimeter Bewegungsfreiheit ankommt. Wenn man sich allerdings die „Röhrchen“ und die Schraubpunkte der Bank ansieht, bin ich mir sicher, dass die überwiegende Zahl der verantwortungsbewussten Selbstausbauer Stabileres schaffen würden. Verwunderlich, dass sowas die Zulassung bekommen hat. Auf der „caravan“ wurde mit von einem Reimo-Mitarbeiter Hilfe zugesichert, falls es bei der TÜV-Abnahme Probleme geben sollte. Dann ist es imo aber zu spät. Ok, hoffen wir mal, dass sie nicht benötigt wird.

Wäre damit das ganze Theater erledigt?

Leider nicht ganz. Reimo hat zwar Unterlagen über die Bank an sich, aber nicht über die Befestigung am Chassis. Der Gurtbock-Anbieter liefert ein Gutachten über Bock und Befestigung, aber nichts zur Bank an sich. Wie immer man die Sache angeht, ein hoffentlich ruhiges Gespräch mit der später abnehmenden TÜV-Stelle ist unabdingbar.

Das andere „Problem“: so richtig gemütlich, dass man sich mal einen Regenabend darauf räkeln möchte, sieht sowas nicht aus. Das ist aber allen WOMOs gemein. Die Gewissensfrage lautet wohl: erlaubte 4 Pers. ungemütlich oder 2 Personen gemütlich.

Und so richtig geklärt ist der Hersteller der Basis noch immer nicht.

 

Info zum Austausch der Führerhaus-Sitze

(Hier eine Ergänzung aus dem Sommer 2018, beruhend auf den Erfahrungen bei Peugeot) 

Wer immer plant einen aktuellen KAWA mit "falscher" Bestuhlung zu erwerben und diese anschließend zu ändern: Lasst es. Der Austausch/Umbau wird nicht abgenommen.
Ich habe diese Erfahrung mit einem neuen Peugeot Boxer machen müssen, denke aber, dass sich das Problem gleichermaßen auch beim Ducato oder Jumper darstellt. Grund sind Änderungen bei der Gurtmimik (Gurtstraffer) und des Airbags im Zusammenhang mit der dahinten installierten Überwachungselektronik. Im Hause Peugeot wollte niemand die Verantwortung für einen derartigen Umbau übernehmen, und die sollten es eigentlich können. Die ganze Geschichte kann man [hier] lesen.

 

AdBlue - das Thema im Jahr 2018

 

Der FIAT Ducato ist natürlich mein Favorit, allein schon wegen der Menge an Konfigurationsmöglichkeiten (z. B. 120l Tank). Und unser damaliger Ducato hatte uns auch nie im Stich gelassen (noch nicht mal Rostflecken nach 10 Jahren).  Auf der anderen Seite ist FIAT der einzige Hersteller, der z. Z. noch keine AdBlue-Technik einsetzt. Das kann nicht gut gehen, sollten in kommenden Jahren die verschärften Euro6d-Normen in Kraft treten. Aber gelten diese auch für Wohnmobile? Ich habe keine Lust mir in ein oder zwei Jahren sagen zu lassen, dass der gerade gekauft Euro6 Wagen dank der Beliebigkeit der deutschen oder EU-Gesetzgebung, plötzlich die Umweltsau schlechthin ist und nun für alle möglichen Stellen gesperrt ist. Nein Danke!

Und so lange zu warten bis auch Fiat sich da besinnt, habe ich eigentlich keine Lust. Bleiben also Renault, Citroen und Peugeot, Ford oder doch wieder VW (Crafter). Alles AdBlue-Motoren, wobei ich auch hier keine aktuellen NOx-Werte auf den Herstellerseiten gefunden habe. Feige sind sie dann doch alle.

 

Es gibt inzwischen einen Test,  in dem Mercedes und VW (!) als die saubersten Fahrzeuge gemessen wurden. FIAT war schlecht und ein Citroen mit AdBlue sehr schlecht. Die schlechten Werte des Citroen konnte man sich nicht so recht erklären und hat sie auf eine zu magere AdBlue-Einspritzung zurück geführt. Ein Beschiss („10.000km mit nur einer AdBlue-Füllung“ – klar, wenn nur minimal eingespritzt wird) geht also scheinbar munter weiter. (Diese, meine Theorie hat sich im Frühjahr 2018 bewahrheitet, als bei AUDI A6 + A7-Modellen genau diese Praxis nachgewiesen wurde.)

Heute hat mich beinahe der „Schlag“ getroffen. Ich habe mal die Bedienungsanleitung eines „Boxer“s und eines C3´s in die Finger bekommen und bin beim Thema „AdBlue“ auf folgende Beschreibungen/Aussagen gestoßen:

Verpasst man das Nachfüllen des „Saubermachers“, der gar nicht „Blue“ ist, kann es zur Abschaltung bzw. Verweigerung eines Fahrzeugneustarts kommen. Aus paternalistischen Gründen wird die Weiterfahrt dann unterdrückt. Ok, ohne AB erlischt die Betriebserlaubnis da nun zuviel Schadstoffe rausgepustet werden. Was ist dann mit den AUDIs????

 

AdBlue hat ein Haltbarkeitsdatum. (Wird beim Verbrauch der „Zustand“ überprüft und ggf. das Fahrzeug auch ausgebremst?) (Nachtrag: auf meinem gekauften 10l-Kanister (deutscher Hersteller) ist kein MHD verewigt. Bedeutet: keiner weiß, ob er taugliche Brühe bekommt.)

 

AdBlue-Behältnisse müssen gesondert entsorgt werden. Hä? Sind da nuclerare Bestandteile drin?

 

AdBlue soll nicht im Fahrzeug gelagert werden. Ist mitführen auch „lagern“? Wer legt sowas eigentlich fest? Ist das eine Erfindung von PSA? Das Zeug besteht zu 70% aus Wasser… gemäß dem Transportrecht ist AdBlue kein Gefahrgut.

Die Fa Hohenadel GmbH schreibt dazu auf ihrer Web-Seite:

Ist AdBlue® Gefahrstoff?:

Nein, AdBlue® ist weder Gefahrstoff noch Gefahrgut. AdBlue® ist in WGK 1 (Wassergefährdungsklasse) eingestuft. WGK 1 = leicht Wassergefährdend.

 

Sie sollten es wissen, sie sich schließlich Hersteller.

 

Oder auch „Technisches Merkblatt „AdBlue“ (http://www.heizoel-bruckmayer.de/index.php/adblue.html)

Um eine Zersetzung zu vermeiden, sollten die Transport- und die Lagerungstemperaturen über

einen längeren Zeitraum 25°C nicht übersteigen.“ (Was passierte da Sommer 2018 in den Fahrzeugen?) 
Was machen dann AdBlue-Fahrzeuge eigentlich in Süd-Frankreich oder Griechenland? Ob es dort jetzt Tankstellen mit klimatisiertem AdBlue-Lagerräumen gibt?

 

AdBlue gefriert bei -11°. Ok, in Zeiten von „Global Warming“ ist das in Teilen der Republik sicher vernachlässigbar. Oder doch nicht ganz… Im Frühjahr 2018 gab es öfters in der Republik -11°.  AdBlue wirkt optimal sowieso nur „eingesprüht“ oder zwischen 7° und 20° bei max. Tempo 120. Alles andere ist Augenwischerei. Als ob der Diesel zwischen 7° und -11° „sauber“ laufen würde. Herzlichen Dank dafür. Erst wird reguliert und dann evtl. gedacht. So ist das inzwischen in Deutschland. Mir kommt da gerade wieder das Bild einer alten Werbung in den Sinn, wo durchgefrorene Trucker morgens ihren Motor mit brennenden Öllappen unter dem vereisten Motorblock aufwärmen. Zukünftig machen wir das dann unter dem AB-Tank?

 

Leider, das muss man wohl so sagen, kommt keiner dieser Anbieter an die Menge der Konfigurationsmöglichkeiten von Fiat heran. Es gibt z. B. bei keiner Online-Konfiguration noch einen 120 l-Tank und nur eine „hitzeabweisende Frontscheibe“. Das wären ja mal Dinge, die Sinn machen. Aber 25% mehr Sprit im Tank erhöht den Verbrauch auf den ersten km und damit die Gefahr, die Emissionsgrenzwerte nicht zu erreichen. (Es kommt noch doller, Thema Lichtmaschine.) Chrom-Einfassungen für die Luftdüsen werden überall angeboten, sind aber vollkommen überbewertet.

 

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Es gibt natürlich für alles „Hilfen“ im Web. Nur sind sie nicht immer und für jeden brauchbar. Z.B. „FreeCad“, ein 3D-Planungstool. Beispielbilder sehen ganz toll aus, ich habe damit aber nicht mehr als eine Kiste hinbekommen. Für eine aufwändige Einarbeitung in ein Programm, das ich nur einmal benötige fehlt mir schlicht der Sinn.

Ähnlich verhält es sich bei der Elektro-Installation. „TinyCad“ taucht überall im Freeware-Bereich auf, nur ist es für mich so un-intuitiv, dass es auch nicht in Frage kommt. Man muss allerdings dazu sagen, dass „TinyCad“ für die Erstellung von Schaltplänen gedacht ist. Aber ein einfacher Stromflussplan sollte eigentlich auch möglich sein.

 

Dazu habe ich dann „ProfiCad“ gefunden, welches es auch in einer Free-Version gibt. Damit waren die mir ausreichenden Ergebnisse nach kurzer Zeit möglich.  

Und ich habe in meinem Fundus auf einer alten CD ein rund 30 Jahre altes CAD-Programm (DrawFix, Vers. ?) gefunden, mit dem ich seinerzeit die Pläne für die Garage gemacht hatte. Und  „oh Wunder“, es funktioniert auch noch auf dem WIN7-Rechner, hätte ich nicht gedacht. Damit lässt sich nun die Einrichtung schon sehr genau planen, so dass man sehen kann, wo hier und da ein paar Zentimeter gespart werden könnten. Kein Zweifel, ein Innenmaß von 3,60m bietet mehr Spielraum als eins von 3,12m, auch wenn es nur ein „paar“ Zentimeter sind.

 

Brainstorming

Heizung wird Typ „Planar“ werden (Diesel)
Zumindest „Grauwasser“ kommt unter das Chassis
Sitzbank kann erst endgültig nach TÜV-Gespräch entschieden werden
Das Innendesign wird nicht weiß, Kirsche oder klassische Eiche sein, soviel ist sicher.
Herstellerfrage? 

 

Fahrzeugkauf

 

Irgendwie bin ich bei den grundsätzlichen Dingen hängen geblieben. Mist.

 

Die X-te Konfiguration eines KAWAs ist beendet. Div. Excel-Sheets mit Ausstattungs- und Preisvergleichen wurden erstellt (und wieder gelöscht.) Sollten sich bis zum evtl. Kauf keine signifikanten Änderungen ergeben wird es ein „Boxer“ werden. Leider dann ohne 120l Tank, den Platz braucht dann vermutlich AdBlue. Oder es zählt die Gewichtsersparnis.

 

Warum der, bzw. warum andere nicht?

 

Grundvoraussetzungen: quer schlafen, max. Fahrzeuglänge 6,00m, AdBlue.

Damit fallen dann Ford und Renault durch den Rost, die Maße passen schlicht nicht. Renault entweder viel zu kurz oder viel zu lang, Ford hätte von der Länge auch noch gepasst, ist aber zu schmal. Der Crafter schießt sich preislich ins Aus.

Fiat hat z. Zt. kein AdBlue. (Kann man drüber streiten ob nötig oder nicht, aber die Vorgaben der Entscheidungsträger sind da maßgebend, keine pers. Vorlieben). Bleiben Peugeot und CITROËN, ich würde mich z. Z. für Peugeot entscheiden, da die Optionsliste ein wenig mehr bietet. Im Endeffekt werden die Verkäufer ausschlaggebend sein, entweder über den Preis oder den Nasenfaktor.

Ok, die Basisfrage ist wirklich noch nicht geklärt. Überhaupt nicht lustig ist bei allen Anbietern die Verknüpfung von Ausstattungsmerkmalen. Das ist der blanke Hohn. Ich möchte ein Lederlenkrad (es fühlt sich halt besser an), dann muss ich auch ein Radio kaufen. Ich will aber kein Radio, max. eine Radiovorbereitung. Die gibt´s aber nicht (VW-Crafter). Sie möchten eine Sitzheizung? Aber nicht mit Drehsitz. Und Airbags gehen auch nicht. Merkwürdig, andere Hersteller schaffen das doch auch (siehe VW - California). An ein paar Zentimeter Kabel kann sowas doch nicht scheitern.

Fragen kann man aber auch niemanden. Weder Fiat, Citroen oder Peugeot hatte ein KAWA zum „Anfassen“ in ihren Verkaufsräumen. Ich habe niemals bei meinen Händler-Besuchen einen „Wissenden“ zum Thema KAWA vorgefunden.

Warum es bei Drehsitzen keine Kopfairbags gibt? „Die drehen sich doch…“ Ja aber nicht bei der Fahrt, das ist verboten, ist ja kein Karussell.
Warum schlägt die Serienausrüstung mit Drehsitzen mit 1.300,- € zu Buche, Einzelsitze mit 3-Punkt-Gurten kosten nix. 2 Drehkonsolen mit ABE 400,- Gibt es dort evtl. eine weitere Ausstattungsmerkmale? (Aktuell: Drehsitze gibt es in der 2018er Zubehörliste für Privatkäufer überhaupt nicht mehr.)  „Kann ich nicht beantworten“. Diese Frage hat mir bis heute auch noch niemand beantwortet, der unter
www.peugeot.de (dort sollte man es eigentlich wissen) zu erreichen war. Dort verwies man dann wieder auf die Händler vor Ort. Der Kreis schließt sich. Drei Anfragen: pers., per Mail, per Telefon brachten drei Kontakte zu verschiedenen Filialen einer Händlergruppe hier in der Gegend. Nur keine Antwort. Der Gipfel war die Verweigerung eines Fahrzeugverkaufs weil ich ein Privatkunde wäre und kein gewerblicher. 

Und so geht es weiter. Nachdem ich meinen Fragenkatalog abgespult hatte und immer nur in fragende Augen geblickt habe, weiß ich nun gar nicht, bei wem ich das Fahrzeuge denn nun nicht kaufen würde. Wenn sich das Fachwissen so durchschlägt bis zur Werkstatt… Nacht Mattes. Um es kurz zu machen: ich habe dem Internet einen Vermittlungsauftrag gegeben.

Erfahrungen beim Internet-Kauf [hier]

Vollends wirr wird man bei der Bestückung des zukünftigen Mobils mit elektrischem „MustHave“. Man gestatte mir noch mal eine kurze Retrospektive ins Jahr 1990 (Bild): Starterbatterie, Kabel nach hinten, Trennrelais, Zweitbatterie, fertig. Wer auf der ganz sicheren Seite sein wollte baute noch einen „Natoknochen“ ein. Bei Fahrt wurden beide Batterien aufgeladen und D+ zu finden war keine Hexerei. Der Begriff „Aderendhülse“ war so geläufig wie die postfrontale Subsidenz“. (Viele hätten vermutlich im „Pschyrembel“ nachgesehen).

 

Euro 6 und die Lichtmaschinen

 

Heute geht das ja nicht mehr so einfach. Es wird um jeden Kubikzentimeter Diesel gerungen, der nur einen Hauch von NOx verursachen könnte. Was ist bei diesem Thema ein Ergebnis? Die Lichtmaschine macht Probleme. Es ist bekannt, aber (mir bis vor kurzem) nie richtig erklärt worden, dass eine stromerzeugende LIMA mehr Treibstoffbedarf verursacht, da sie sich „schwerer“ dreht. Also muss die Stromerzeugung reduziert werden. Also wird die Starterbatterie nicht mehr kontinuierlich mit Strom versorgt, sondern nur dann, wenn es der Fahrdynamik nicht schadet, also bei keiner oder nur ganz geringer Beschleunigung, sprich beim Bremsen oder Bergabfahrt. Dafür dann mit einer höheren Spannung. Da die Lima im Allgemeinen nicht weiß, ob es gerade mit Motorschub oder Rückenwind vorangeht, ist die LIMA Steuerung in die Motorsteuerung integriert worden. Dort erkennt man den Unterschied. Der Motor weiß aber nicht, dass da hinten noch ein Energiepaket auf Saft wartet. Somit kommt hinten nicht genug Strom an, um auch die Zweitbatterie zu laden. Na, das klappt ja prima. Mal abwarten, wie man den Spritverbrauch noch weiter senken kann. „Straßen.NRW“ plant bestimmt nur noch Bergab-Strecken?

 

Um das Problem zu umgehen gibt es – nein, keine App aus dem Store – den „Booster“. Hört sich mächtig an, macht aber eigentlich nix Spannendes. Er verbindet beide Batterien während der Fahrt und schubst den Strom von vorn nach hinten. Wenn vorne dann „leer“ ist darf die LIMA wieder auffüllen. Aber brauche ich das? Habe ich ein E6 Fahrzeug = JA. In diesem Fall „leider“. Übrigens war die Frage nach dem Vorhandensein eines Smart-Generators auch eine Frage, die niemand beantworten konnte/wollte.

 

Ich habe mir gerade mal so einen EBL (Elektroblock) angesehen und habe mich dabei auf die Produkte der Fa. Schaudt konzentriert. So ein EBL ist doch DIE eierlegende Wollmilchsau bei der Elektrifizierung eines Womos. Die kümmert sich um die Stromverteilung, -absicherung, -umschaltung und, und, und. Aber ist sie jetzt auch E6-kompatibel und hat eine „Boost“-Funktion? In den techn. Beschreibungen steht davon nix. „Schaudt“ man allerdings bei den FAQs nach bekommt man eine Antwort, die sich grundsätzlich mit Minus-Pol-Anschlüssen beschäftigt aber abschließend in folgendem Satz mündet: „Weitere Auskünfte hierzu können wir nicht geben, da es sich bei den Reismobilboostern nicht um unsere Geräte handelt.“ Ok, sind ja auch Reisemobilbooster. Und die hat selbst die Fa. Schaudt in ihrem Potpourri. Also dort gesucht und auch einen Anschlussplan gefunden. Wunderbar, die 16mm² Verkabelung ist aufgeführt bis zum Eingang ins EBL. Als Beispiel wurde das EBL30 genannt, „…aber auch andere EBL sind möglich“. EBL 30? Wird gar nicht auf der Schaudt-Produkt-Seite aufgeführt. Aha, scheint wohl etwas ganz Besonderes für Hymer-Mobile zu sein. Aber andere, z. B. das EBL 211, sollten das ja wohl auch können. Sollten.

 

Original Schaudt-Beschreibung
Original Schaudt-Beschreibung

Ich habe die Pläne des EBL und des Boosters mal ausgedruckt. Und dann erkennt man, in der Praxis fehlt es dem EBL 208 und 211 an den entsprechenden Eingängen. 16mm² Kabel-Anschlüsse sind nicht im Anschluss-Plan und nicht auf Fotos zu erkennen. Das eine Gerät gibt´s nicht im Handel, das andere kann´s nicht? Da fühlt man sich doch ein wenig „veräppelt“. Und das ist nicht gut für das Geschäftsprinzip, denke ich mir. Da werde ich mal auf der „Caravan“ nachfragen müssen. Gesagt – getan (im Herbst 2017). Allerdings konnte mir der Herr am Stand nicht wirklich glaubhaft erklären, warum der EBL211 keine besonderen Anschlüsse für 16mm² Kabel benötigt, ein EBL 30 aber sehr wohl. - „Zitat: Benutzen Sie einfach die Standardeingänge“ - Noch ein Zitat: „Das ist ein Messegerät!“. Aaaha. Nun, ein Schaudt-Gerät wird es bei uns nicht werden, das ist sicher.


Eine Kapitel für sich – WOMO-Bau im WEB 2.0, 3.0 oder 4.0? NEIN 0,5.


Es gibt unzählige Beschreibungen und Filmchen zum Kastenwagenausbau. Vieles wiederholt sich, aber aus fast jedem Beitrag kann man mind. eine Erfahrung ziehen. Das ist einer der Vorteile des WWW. Manchmal aber kann Information auch irritieren. So zum Beispiel Bilder eines professionellen WOMO-Ausbauers, die für meinen Geschmack zumindest zweifelhaft sind. Da wird die elektrische Verkabelung direkt auf dem Blech vor der Dämmung verlegt (und nicht in Leerrohren!) und mit der Dämmung dann fixiert. Entspricht das der
 VDE 0100-754? (Leerrohre scheinen bei keinem professionellen Ausbauer benutzt zu werden.) Ebenso einmalig die komplette Ausschäumung der Innenholme. Dies ist – liest man sich durch ein paar Foren – ein absolutes NoGO wg. späterer Tendenz zur Rostneigung, da die Lüftungsmöglichkeiten nicht mehr gegeben sind.

Ein Landy-Ausbauer mit sehr aufwändigem Filmmaterial und entsprechenden Klicks freut sich, dass er seinen 230V-Anschluss so dezent hinbekommen hat. Das Dingen sieht gut aus, allerdings nicht so, als dass es seinen Ursprung in der Umsetzung der CEE-Norm hat. Ein anderer Ausbauer benutzt als Potentialausgleich ein Batterie-Massekabel. Gem. VDE 0100-754 muss es ein grün-gelbes Kabel mit mind. 4 mm² sein. Oder?

Also ist Vorsicht geboten bei allem, was man so angeboten bekommt. Man weiß nie, was bei der Abnahme so alles kontrolliert wird.

So würde ich mir als Ausbau-Neuling liebend gerne Informationen vom TÜV besorgen wollen. Schließlich ist der Verein abschließend für den „Segen“ zuständig. Das ist aber gar nicht so einfach. Ich habe mal folgenden Selbstversuch gestartet: WWW Suchkriterien:

„TÜV Nord Wohnmobilausbau“, das ganze natürlich später auch für TÜV Süd.

Der TÜV-Nord liefert eine nett gemeinte Info „Wohnmobil Tuning – Ratgeber für Bastler“ (Stand 08/2017). (Link: https://www.tuev-nord.de/de/privatkunden/ratgeber-und-tipps/tuning-anbau-umbau/wohnmobil-tuning/) Wer nach dieser  Info mit dem Ausbau eines  Kastenwagen zum Wohnmobil beginnt wird sein Waterloo spätestens an der Grube erleben. Brauchbare – nämlich Stress mit dem TÜV vermeidende Hilfestellungen – gibt es nicht. „…bei Unfällen (muss) die Gefahr oder das Ausmaß von Verletzungen möglichst gering gehalten werden.“ Ob das als Abnahmekriterium reicht? Nach meiner Erfahrung ganz klar NEIN.  Neben dem guten Rat „das Typenschild (Heizung) muss gut sichtbar sein“, einem Hinweis auf VDO-Regeln (welche bleiben im Dunkeln) und ein paar Mindest-Fenstergrößen wird noch auf die Gasprüfung und das DVGW-Arbeitsblatt G 607 hingewiesen. Gut, hier haben wir ja mal was Handfestes.

 

Suchen wir nach „DVGW-Arbeitsblatt G 607“

Neben einem gewerbsmäßigen Anbieter, der diese Drucksachen gebührenpflichtig „verkauft“, findet sich jetzt der „Deutsche Verband Flüssiggas“ bewogen, zum Thema Gas etwas abzulassen. „Für die Gasanlage an Bord eines Caravans oder Wohnwagens gelten hohe Sicherheitsstandards. So ist vorgeschrieben, dass die Anlage mindestens alle zwei Jahre von einem anerkannten Sachkundigen geprüft werden muss.“  Welche Standards das sind und welche Voraussetzungen sie haben – keine Angaben, kein Link. Es taucht auch das Wort „Flaschenaufstellraum“ auf. Dass dieser eine Lüftung haben muss wird schon nicht mehr erwähnt. Ist wohl nicht das Thema der Seite.

Und dann findet man sie doch, die eigene Webpräsenz zur „G607“ (http://g607.de/) Heureka!

Jetzt geht’s aber los mit den Infos. Schlau machen, das Richtige einkaufen, und endlich mal etwas bauen, wo es anschließend „kein Mecker vom (TÜV/Prüf-)Meister“ gibt.

Ähhh… Wo ist denn… „Möchten Sie zertifizierter Prüfer werden?“ Nee, ich will jetzt wissen, wie ich meine Gondel ans Gas kriege! Kann doch nicht so schwer sein.  „Die Erstinstallation muss der Europäischen Norm EN1949 entsprechen.“ Du liebe Sch… , schon wieder ein neues Blatt. Ich werd´ nich mehr.

 

Also nach EN 1949 gesucht.

Das erste pdf-File: „Gegenüber  DIN EN1949:20011 – 11 wurden folgende Änderungen vorgenommen:….“ Super, nur die Anzeige was geändert wurde, sonst nix.

2. Link: wieder ein gewerbsmäßiger Anbieter. Nein, 127,- € für 2 m Leitung und 4 Verschraubungen sind mir zu viel.

Es folgen div. Links zu Foren mit gepflegtem Halbwissen der Kommentaroren bis ich dann endlich bei „Gärfuttersilos“ angekommen bin.

 

Mir reicht´s, um nur mal zu sehen, wie sich der Informationsfluss darstellt, den man zwingend braucht, wenn man sich noch nie mit der Materie beschäftigt hat. Wie wird das wohl bei der Stromversorgung aussehen?

Ach so… ich hatte ja auch beim TÜV Süd gesucht. Die machen aber nur Reklame für ihren Gasprüf“service“.

Moment. Es gibt ja noch die Herren in Grün von der Dekra. Die verweisen auf ihrer Webseite zum Thema WOMO-Ausbau/Abnahme (http://www.dekra.de/de/wohnmobil) auf das Merkblatt des VdTÜV (Nr. 740). Schade nur, dieses Merkblatt gibt es (wie lange schon?) nicht mehr. Es liegt die Gefahr nahe, dass es – ohne ein Referenzdokument – keine einheitlichen Abnahmekriterien mehr und somit sehr viel Diskussionsbedarf bei der Erstabnahme gibt. (Eine schriftliche Anfrage beim TÜV-Nord zu einer Alternative zum Merkblatt 740  ist seit 07.08.2017 unbeantwortet.)

 

Und was ist jetzt mit den Elektro-Vorschriften? Genannt wurden bis jetzt:

VDE 0100-721 - beschäftigt sich mit dem 230V-Anschluss an Caravans und kann wohl auch bei WOMOs herangezogen werden.

VDE 0100-708 - Thema ist die elektrische Campingplatz-Ausstattung (also nicht relevant)

VDE 0100-754 - Errichten von Niederspannungsanlagen (Ob darunter auch die 12V Einrichtung im WOMO fällt kann man dem Titel so nicht entnehmen. Einen kostenfreien Kommentar zu dieser Vorschrift habe ich noch nicht gefunden, aber einige, die wieder reichlich € haben wollen.

Aber so ist das in Deutschland, Vorschriften erlassen, die aber nicht zugängig machen, sich aber später drauf berufen und bei Nichtbeachtung bestrafen. Prima gelaufen, das geht quasi Hand in Hand.

 

Vermutlich wird dieses Thema in den Foren aber auch viel zu heiß gekocht. Aber Achtung: es ist wichtig zu wissen was man tut, wo man es tut und warum. Und wenn man nicht sicher ist, sollte man die Finger von der Sache lassen und/oder fragen.

 

Aber bei dem einen oder anderen Blick auf der „caravan“ unter oder hinter die eine oder andere Service-Klappe konnte man schon das Schaudern bekommen: was dort bei div. Modellen an Kabel“führung“ zu sehen war ist mit dem Wort „Kabelsalat“ nur sehr unzureichend beschrieben. Das war Kraut & Rüben durcheinander. Wenn ein Privatausbau damit den TÜV-Stempel verweigert bekäme hätte ich sogar Verständnis dafür gehabt. Aber im professionellen Bereich scheint alles – zumindest vieles - möglich.

 

Mein letztes Brainstorming auf dieser Seite: 

 

Von Oben nach Unten betrachtet:

Dachluken      geklärt
Fenster           geklärt
Elektrik           geklärt – es wird auch ohne EBL gehen
Wasser           geklärt
Bad                 geklärt
Bett                 Breite wird selbst erstellt
Heizung          geklärt
Kühlis              geklärt
Kocher/Gas    geklärt
Sitzbank          Reimo bietet bei Problemen Hilfe an. (Ich will aber keine Probleme)

 

Da kann es doch eigentlich langsam losgehen… Inzwischen hat sich herausgestellt, dass alle Anbieter eine Lieferzeit von knappen 5 Monaten haben. Das durchkreuzt die Urlaubsplanung für 2018 an so ziemlich allen Stellen. Mahlzeit.

In einer schlaflosen Viertelstunde kam mir der Gedanke die Schubladen- und Türenverriegelung elektrisch und zentral zu steuern. Mit einem Klick wäre dann alles bei Fahrtantritt „zu“. In wie weit sich das umsetzen lässt und mit welchen Kosten zu rechnen sein wird ist noch zu erforschen, es wird allerdings erst ganz hinten in der ToDO-Liste auftauchen. Ach, ich will jetzt bauen nicht mehr planen.

 

(Stand Frühjahr 2017/18)