Vom Umgang mit dem Gaskocher Dometic MO 9722

Warum muss dieses Rohr so lang saein?
Warum muss dieses Rohr so lang saein?

Einbau Kocher

 

Der Einbau des Kochers ist nicht ganz so simpel wie gedacht. Es reicht nicht ihn auf die Arbeitsplatte zu schrauben, nein, er muss auch in die Platte eingelassen werden. Das bedeutet, genaue Fräsarbeiten sind nötig.

Auch ist eine nach vorn bündige Montage mit der Areitsplatte nicht möglich, da es im Kocheruntergrund eine abgekipste Gasleitung gibt, die über das Kocherflächenmaß hinausragt. Wozu dies - in dieser Art - nötig sein soll ist nicht zu erkennen. Das Rohr, ein paar Zentimeter früher gekürzt, hätte den Einbau erleichtert und dazu noch Material gespart. Auch kann ich nicht nachvollziehen, warum es an diesem Kocher keine Piezo-Gaszünder gibt, sonder elektrische, die eine separate Stromzufuhr benötigen. Manchmal verstehe ich die "Techniker" nicht.

 

Leider wird auch nicht weiter beschrieben, dass es nur möglich ist einen speziellen Dometic-Wasserhahn einzubauen (angeblich Dometic AC 539).
Leider gibt es bei dieser Kombination widersprüchliche Angaben im Web, was die nötige bzw. vorhandene Lochgröße für den Einbau betrifft. Die Dometic-Seite tut ihr übriges durch Nichtnennung der Maße dazu.
Man vermutet es bereits - der Dometic-Hahn ist natürlich um ein Vielfaches teurer. Wir haben erst einmal einen anderen Hahn ausprobiert, er passt auch, lässt sich aber nicht drehen. Hier muss jeder selbst entscheiden wo die Prioritäten liegen. Beide Hähne gibt es nur in einer Warm/Kaltwasser-Version.

Erste Erfahrungen:

Die Abnahme der Gasprüfung erfolgte ohne Mängel. Die Verarbeitung des Kochers ist sehr gut, da klappert nichts, die Glasplatten liegen auf den Puffern satt auf.


Im täglichen Gebrauch dagegen zeigen sich deutliche Minuspunkte.
Bedingt durch die Bauform lassen sich nur kleine Töpfe/Pfannen (22cm) benutzen, und die möglichst ohne Griffe. Die Brennstellen liegen sehr tief im Blech. Leider gilt dies auch für die Bedienknöpfe, hier ist eine Verbrennungsgefahr nicht nur nicht ausgeschlossen, sondern - wenn die linke Flamme brennt - nahezu vorprogrammiert. Dass so etwas die Abnahme erhält läßt an der Sinnhaftigkeit einer solchen zweifeln.

Mit einem Wisch ist alles weg? Leider nicht.

Eine Reinigung nach Benutzung erweist sich als sehr arbeitsintensiv. Alle Bauteile (Scharniere, Schalter usw.) liegen im Verschmutzungsbereich. Div. Sicken erleichtern das Wischen ebenfalls nicht.
Die Gummistopfen auf der Verschraubung halten beim Säubern nicht in den Löchern und müssen z. T. anschließend wieder eingesetzt werden. Dass dies auf Dauer nicht gut geht liegt auf der Hand, über kurz oder lang werden die ersten Stopfen fehlen. Ohne geht´s aber auch nicht, da sie als Auflagepuffer der Scheiben dienen. Form follows function? Never!

 

Fazit:

- Mehraufwand bei Einbau

- bauartbedingt (tiefliegende Brenner) nur kleine Töpfe/Pfannen zu gebrauchen
- Reinigung aufwändig (zusätzlich auf Gummipuffer achten)
- Verbrennungsgefahr durch unglückliche Platzierung der Zünder/Mengenregler
- Unklarheiten bei Wasserhahnauswahl

 

Es ist also ein gespaltenes Vergnügen mit dem Kocher. Ich würde ihn nicht noch einmal einbauen.