Eine englische Reise


Was es auf dieser Seite gibt:
 

 

Licht und Schatten - der 1. Eindruck

Bordcomputer - Fehlerauslese

Navi anschließen

Unterhaltungselektrik

Reifen
Störungen

Inspektion I

Inspektion II

Bildersprache

Abschied

 

Was hat mich geritten wieder so ein Schweineteil zu kaufen?  Vielleicht weil es so ein Schweineteil ist. Ich mag es, dass man nicht sofort zugesaut ist, wenn die Straße auch nur feucht ist. Ich mag es, dass der Tank ein paar Liter mehr hat. Ich mag natürlich auch, dass man das Fahrwerk per Knopfdruck anpassen kann. Und ich mag es, nicht ein Massengerät zu fahren. Ich fahre auch keinen Golf. Ich werde es verkraften, dass ich im südfranzösischen Kurvengeschlängel etwas langsamer sein, dafür auf der Autobahn dahin trocken bleiben werde. Leider gibt es kein (mir bekanntes) so informatives Forum.Wer des Englischen mächtig ist, kann ja hier mal hereinschauen www.triumphrat.net/trophy-1200-triple/

Nachtrag: inzwischen hat sich hier ein deutschsprachiges Forum entwickelt.

http://www.t5net-forum.de/forum/index.php?showforum=49

Es ist noch jung und ausbaufähig  ;-)

 

Warum gerade die Trophy? Ich finde noch immer, dass die Motor-Getriebe-Kardan-Kombination des Tripple sehr gut ist. Der Motor kann „seidenweich“, das Getriebe kann „ohne Klackern“, der Kardan kann „ohne Lastwechsel“. Die Kombination zeigt sich durchaus – auch wenn es nicht zweckbestimmt ist – als staufreundlich. DAS kann man nicht von allen Dickschiffen behaupten…

Triumph zeigt beim Tiger, dass sie – im Falle eines Falles - im Sinne des Kunden handeln, und das von sich aus, ob es nun wirklich nötig ist oder nicht, auch ohne auf Sammelklagen o. Ä. zu warten. Zugegeben, die Informationspolitik hätte klarer sein können. Das konnte man bei anderen Premiumherstellern schon anders verfolgen.

 

Das von mir erworbene Fahrzeug hat die Komplettausstattung. Zu Sinn (oder Unsinn) manches Features kann man ganz klar geteilter Meinung sein. Wer einem Dickschiff grundsätzlich und sowieso negativ gegenüber steht, ist ab hier jetzt eigentlich auf der falschen Webseite. Ich werde mich nicht damit beschäftigen, in welchen Zeiten die Nordschleife zu schaffen ist. Ich möchte mangels anderer Quellen ein paar Informationen geben, die anderen Interessenten bei ihrer Entscheidungsfindung helfen können. Oder welche Er“fahrungen“ ich mit dem einen oder anderen Feature gemacht habe.

 

Also dann…


Trophy SE - erster Eindruck

 

Licht und Schatten

 

Im Interview einer auflagenstarken Motorradzeitung bemerkte ein Triumph-Ingenieur zur Ähnlichkeit der Trophy mit anderen Tourern: form follows function. Wer also bestimmte Ergebnisse haben möchte ist demnach auch von bestimmten Gegebenheiten abhängig. Wenn man einen Tourer mit erstklassigem Wetterschutz bauen möchte, geht es z. B. nicht ohne entsprechende Verkleidung. Man baut also nicht alles neu, man studiert Vorhandenes, man übernimmt Funktionierendes. Oder auch nicht.

Warum man - wenn man schon nicht alles neu machen will – die Fehler der Anderen übernimmt, erschließt sich mir nicht.

Die Rückspiegel sind eine Katastrophe (wie bei der RT), das Ölschauglas nicht zu finden, ohne gaaaanz tief in Demutshaltung zu verharren (auch wie bei der RT). Koffer und TC haben schon beängstigende Tara-Werte (ein (!) Koffer 6,5 kg, das TC 8,5 kg. Nur weil BMW doppelwandig baut muss man das doch nicht genauso schwer machen. Und ins TC passt nur ein Integralhelm rein. Schade.) War das Wechseln von Scheinwerfer-Birnen bei der RT schon nur mit gebrochenem Unterarm zu lösen, ist es jetzt nahezu unmöglich geworden. Es muss von unten ein Luftleitplastikteil unter Frontverkleidung abgeschraubt werden und dann – blind – die Birne ausgetauscht werden. Sehen kann man von keiner Seite aus etwas. DAS möchte ich nicht auf einer dunklen Landstraße machen müssen, nein, das möchte ich NIE machen müssen. Das ist schlicht eine Frechheit!

 

Anders ist, dass der Tank und die Batterie den Platz getauscht haben. Da wo bei der RT Batterie und Sicherungen waren, ist jetzt ein Teil des Tanks und eine kleine wasserdichte Box, unter der sich die Unterhaltungselektronik befindet. Die Sicherungen befinden sich links davon hinter der Seitenverkleidung. Ein schnelles „Mal eben schauen“ ist nicht möglich, ein Teil der Karosse muss demontiert werden.  Apropos „Tank“. Schlappe 26l gehen rein. Und raus? Kommt drauf an… Bei Tempo 100 geht´s teilweise mit unter 4 Litern (lt. Verbrauchsanzeige), bei 220 km/h sieht man dort auch schon mal die 12 (Liter). Der Faktor „D-Zug-Zuschlag“ ist also durchaus vorhanden.

 

Anders ist aber auch, dass die Schalterarmaturen schon beidseitig Gewinde zur Aufnahme von Spiegeln haben. (Hat man also doch was gelernt!? Muss man jetzt DANKE sagen?) Will man dort Spiegel einsetzen müssen sie ein 10mm Gewinde haben. (Es lohnt sich dort einmal Spiegel einzuschrauben, das Blickfeld erweitert sich enorm. Bei einem quer liegenden Packsack ist das sogar lebensnotwendig, ansonsten sieht man schlichtweg … nichts!). Schalter... Bei dem Wust an Knöpfen wäre eine LED zur Beleuchtung keine hinausgeworfene Investition gewesen Und dass es heute noch Warnblinkschalter gibt, die 1.) nicht am Lenker und 2. unbeleuchtet sind...

 

Etwas arg gewöhnungsbedürftig ist der Bord-Computer, oder besser seine Bedienung.  Es gibt (fast) unbegrenzte Möglichkeiten der Einstellung und Anzeige. Individuell kann man sich die Anzeige zu einem Set von drei Parametern zusammenbauen. Bei zwei möglichen Anzeigen macht das schon sechs Werte die mit einem Knopfdruck alternierend zu sehen sind. Das ist sehr schön gemacht, da hat man mitgedacht. Allerdings sind selbst die wichtigsten (häufig zu brauchenden) Aktionen wirr in den Tiefen des Menüs verborgen.

 

So sollte das Löschen der aktuellen temporären Daten (Durchschnittsverbrauch, Restreichweite ect.) nach dem Tanken eigentlich mit einem, max. zwei Klicks erledigt sein. Die Umschaltung vom Normal- in den Komfort-Modus (Fahrwerk) sollte nicht mehr als zwei Klicks brauchen, mehr ist während der Fahrt nicht gut. Und warum die elektr. Scheinwerfereinstellung ein eigenes Kapitel hat und nicht direkt bei der Fahrwerkseinstellung zu finden ist, kann ich mir auch nicht erklären.

Dafür kann man mit einem Griff die BC-Fehlermeldungen – sofern welche da sind – anzeigen lassen. Aber das steht dann nicht im Handbuch. Fehlernummern auch nicht.

Wie geht das? Zündung aus. Linker Lenkerteil, die Schaltwippe zum Blättern auf der oberen Hälfte drücken und parallel da zu die [i] – Taste gedrückt halten. Jetzt die Zündung an und der Code wird angezeigt. Im Normalfall steht da P0000.


Gefundene Codes:

P0705 - Störung Gangstellungssensor (evtl. reicht einstellen lassen)

P2119 - Störung Drosselklappensteuerung (5 Min. warten - neu starten)

P1698 - Fehlfunktion 5V Sensorspeisestromkreis (Kabel?)

P1685 - Fehlfunktion Hauptreaisstromkreis (Sicherung?)

 

 

Was ich nun ganz und gar nicht verstehe ist die Tatsache, dass es nicht möglich ist eine Warnweste und ein kleines Verbandspäckchen ohne Taschenzusatz z. B. unter der Sitzbank zu transportieren. Ist das Einfädeln der beiden Bankteile im Normalzustand schon eine hakelige Sache, ist es mit der Weste drunter unmöglich. Das wasserdichte Fach unter der Bank ist bei der SE eine kleine „Brillenablage“. 2 Blinkerbirnen (mit Dämmmaterial) passen noch rein, die Scheinwerferbirne schon nicht mehr. Dies ist imo ein absolutes Manko. Dass die Batterie oben unter der Verkleidung liegt, statt in der Nähe der Sicherungen rächt sich jetzt. Dort wäre ein schöner Platz für ein weiteres Fach gewesen.  Oder geht man bei „T“ davon aus, dass jeder auch einen Tankrucksack hat? Das wird dann allerdings sehr einfach. So wie es aussieht passt z. Z nur der originale Sack, da die Lenkerarmaturen bei vollem Einschlag weit auf den Tank kommen. Selbst die kleinsten Daypacks (z. B. von SW-MoTech) sind im Weg. Sehr schade. Da der TRS weit Richtung Fahrer platziert werden muss, macht das das Aufsteigen auch nicht wirklich bequemer. Für mich jedenfalls ein Grund davon Abstand zu nehmen.

Nachtrag: inzwischen gibt es auch von "touratech" einen der Trophy angepassten TRS.

 

Was man trotzdem machen kann…

 

Als Minimalersatz eines Tankrucksacks habe ich mir eine kleine Tasche an den Tank geschnallt. Man kann auch so eine Bauchtasche nehmen, die gibt es in allen Größen und Varianten. Gewebeband und Klammern gibt´s im Baumarkt. Jetzt die schwarze TRS-Halterung auf dem Tank lösen, das Band darunter legen und mit der Befestigung  wieder fest spannen. Fertig. Das reicht für ein wenig Kleingeld und die Mautkarte auf der franz. Autobahn o. Ä.  

Als die Tankrucksackhalterung einmal runter war habe ich auch direkt Löcher für ein Spanngummi gebohrt. Darunter kann ich jetzt z. B. schnell mal eben die Handschuhe klemmen.

 

 Siehe Bilder...

 

 

Wollen wir nicht nur meckern, es gibt ja schon eine kleine, wasserdichte und verriegelte Seitenbox. Diese befindet sich links vor dem Lautsprecher und ist nur bei Stillstand und eingeschalteter Zündung zu öffnen. Im täglichen Leben bedeutet das, dass bei jedem Stillstand ein „Klack“ zu hören ist, wenn die Verriegelung freigegeben wird. „Klack“ an jeder Ampel, „Klack“  bei jedem Stopp im Stau… Klack! Ob das der Weißheit letzter Schluss ist? Bei der SE ist in diesem Fach ein 12V-Anschluss sowie der USB-Anschluss untergebracht. Apple-Geräte werden bevorzugt von der Trophy-Software behandelt.

 

Der Wetterschutz ist grundsätzlich top, da gibt es nicht viel zu mäkeln, solange man in Fahrt ist. Zumindest im Bereich der britischen Höchstgeschwindigkeit. Auch kräftige Schauer oder massiver Spray hinter LKWs lassen dann den Fahrer weitestgehend  in Ruhe. Die Hände liegen allerdings für einen Komplettschutz zu hoch über den Rückspiegeln. (Geklaut bei??? Na?) Die Arme bleiben trocken, die Hände aber nass. Hm…

Und mit der Ruhe ist das auch so eine Sache. Ist die Strecke leer kann man wunderbar in relativer Ruhe dahinrollen. Irgendwann macht sich allerdings eine Sogwirkung hinter der Scheibe bemerkbar. Das ist abhängig von Tempo, Scheibenstellung und vermutlich auch Garderobe. Ich habe da noch nicht die „richtige“ Stellung gefunden. Schlimm wird es, wenn Verkehr herrscht. Auf der Autobahn zwischen 110 und 150 km/h in den Verwirbelungen eines Fahrzeugs bleiben zu müssen ist nicht wirklich toll. Die ganze Fuhre rüttelt und schüttelt sich und damit rüttelt es auch am Fahrer. Und laut ist es dann auch. Ab 170 km/h hört der Spuk bei mir dann wieder auf. Aber wann und wo kann man das noch fahren… Gott sei Dank überträgt sich das Ganze nicht aufs Fahrwerk (wie bei der Tiger Expl.). Die SE zieht ihre Bahn weiter wie der Halleysche Komet. Durch den Sog muss man bei Regen sagen: die Arme bleiben trocken, der Nacken wird nass. Nochmals … Hm. Man kann durchaus bei 150km/h mit offenem Visier fahren, kommt man einem anderen Fahrzeug zu nahe, reißt es einem fast das selbige ab. Das gehört dann auch zur Sogwirkung.

 

Tatsache ist, dass - bedingt durch den Sog - die Armaturen und die Scheibe auf der Rückseite kletschenass werden und man nichts sieht! Oberhalb des Tachos bildet sich ein Wasserhaufen (ich kann es wirklich nicht anders ausdrücken) der nicht weiß, was er machen soll. Eigentlich möchte er ja runterlaufen – geht nicht, Fahrtwind. Na gut, dann fliegt man zum Fahrer – geht nicht, der Sog lässt es nicht zu. Also schwabbelt er bis zu einer gewissen Größe da rum um dann auf der der Rückseite der Scheibe zu landen und dort rumzueiern. Auf der Außenseite wird das Wasser vom Fahrtwind weggeblasen, auf der Rückseite bildet sich eine undurchsichtige Wasserwand.Man hat´s nicht leicht als Wassertropfen an der Triumph.

Und wenn es dann trocken ist, wird man feststellen, dass die Innenseite der Scheibe schmutziger ist als die Außenseite, die Armaturen und das Cockpit vor Dreck „stehen“.

 

Die BaS (die beste aller Sozias…) empfand übrigens die Sitzbank als das Beste, was sie je beim Motorrad unter dem Popöchen hatte. Das ist ja auch schon mal was.



Trophy SE - Der Unterhaltungselektrik-Trick

 

Wer eine SE gekauft hat wird erstaunt sein, dass es ein eigenes Büchlein zum Thema „Audio“ gibt. Ist das wirklich nötig? Es kommt drauf an... Alles steht nämlich auch nicht drin.

 

Auf dem Weg zur Arbeit Radio hören, im Urlaub auf der Autobahn etwas vom mp3-Player, das Navi sollte aber auch den Weg melden und wenn es zuhause ein Problem gibt darf auch mal das Telefon klingeln. Jo mei - das sind ja vier Sachen auf einmal… Aber die Elektronik der SE kann das alles.

 

Bluetooth ist an und für sich eine nette Sache, hat allerdings ein Handicap, es steht im Allgemeinen nur ein Verbindungsweg zur Verfügung. So kann z. B. ein Navi nur an einen Kopfhörer senden, der Beifahrer bleibt von den „Bitte wenden“-Mahnungen verschont. Wenn man nun also mehrere Geräte gebrauchen … Geht im Allgemeinen nicht.

 

Die Audio-Anwendung der Trophy ist da etwas anders. Wer ein Zumo 660 sein Eigen nennt, hat schon mal einen BT-Kanal gespart, die Verbindung kann kabelmäßig verlaufen. Für die BT-Verbindungen bietet die „SE“ zwei unterschiedlichen BT-Geräten eine Verbindungsmöglichkeit. Aber eins nach dem Anderen.

 

Wie kommt nun der Klang ans Ohr?

Die Anleitung des Audiosystems erzählt von zwei Möglichkeiten der Klangausgabe: Kopfhörer & Lautsprecher.

Ok, Radio an, Lautsprecher in entsprechender Stärke an… und schon zeigen sie mit den Fingern auf dich. Als Musikdampfer durch die Gegend zu kariolen kann es (für mich) nicht sein, da nerven schon die Cabrios und andere Discowürfel.

 

Kopfhörer sind eindeutig die bessere Wahl. Welches System es sein soll, ist eigentlich egal, es muss nur A2DP-fähig sein. Da ich bis dato noch nix blauzahnartiges hatte und eigentlich immer eine Kabelverbindung vorgezogen habe, konnte ich meinen Gefühlen freien Lauf lassen. Ich habe mich für die kleine Version „Solo“ des Anbieters „BlueBike“ entschieden, da ich keine Sozia-Kommunikation brauche und dieses Gerät alle Bauteile IN/UNTER den Helm bekommt. Es gibt kein „Geschwür“ an der Helmseite und somit weniger Probleme einen Helm im TC oder Seitenkoffer unterzubringen.

 

Also wird erst einmal das HelmSystem gepaired.

Den Helm auf Erkennungsmodus geschaltet und bei der Trophy den Suchmodus aktiviert. Das klappt erstaunlich gut. Gesucht, gefunden, PW eingegeben, fertig.

Darauf hin kann ich schon mal das Radioprogramm via Helmsound genießen. Mit dem Umschalten auf „Bluetooth“-Ausgabe ist die automatische Lautstärkenanpassung aktiviert. Diese scheint die Höhen überproportional anzuheben. Das kann mit der Anhebung der Lautstärke unangenehm sein. Die Qualität der Lautsprecher stößt an ihre Grenzen. HiFi-Qualität, wie vom Hersteller beschrieben, hört sich anders an, ganz besonders, wenn die Fuhre rollt. Mit den Einstellungen der Trophy kann das Klangbild allerdings positiver korrigiert werden.

Die Lautstärkeregelung ist jetzt leider auch nicht mehr via Trophy möglich. Die „schönen“ Lenkertasten sind abgeriegelt, es funktionieren nur noch die Tasten am Helm. Sehr schade, da bleibt Sicherheit & Komfort etwas auf der Strecke!

Am Anfang gab es während der Fahrt gibt es immer wieder Aussetzer in der Verbindung, besonders dann, wenn man die Drucktasten am Helm berührt hat oder den Kopf nach rechts dreht. Lt. „Helmsound“ sollten die Bluetooth-Treiber an der Trophy aktualisiert werden. Aktuelle Versionen bei Auslieferung steht leider nicht im Handbuch.

 

Mp3 macht uns frei … vom Radio.

Ein Schmankerl der SE ist die bereits werkseitig vorgesehene Möglichkeit des MP3/USB-Eingangs in der Seitenbox.

 

Es muss auf jeden Fall im Auge behalten werden, welche Temperaturen sich hier im Sommer entwickeln…  Als ich das erste Mal das Fach öffnete, war es innen total ölig. Ich vermute mal, dass jemand den Aufklappmechanismus etwas extrem geschmiert hat und bei den letzten (oder ersten) Sonnenstrahlen des Jahres hat es dann etwas gekleckert.

Lt. Handbuch darf kein „iPod classic“ benutzt werden(wg. schädlichen Vibrationen für die Platte). Funktioniert technisch aber tadellos. Ich sehe das „Verbot“ als Hinweis, dass man sich über eine entsprechende Lagerung des Teils Gedanken machen sollte, damit es nicht kaputt gerabbelt wird. Ich könnte mir auch ein „iPod nano“ vorstellen. Leider ist die im Handbuch angegebene unterstützte „letzte“ Version „6“ gar nicht mehr im Handel erhältlich (soviel zu Aktualität). Für die Unterbringung eines iPod-classic und einem Standard-Handy (kein Maxi-Smartphone!) reicht der Platz aber nicht (Stecker & Kabel sowie etwas Dämmstoff müssen auch mit rein.)

 

Die Auswahl Radio/mp3 erfolgt nun am linken Griff und schon können wir das Programm wechseln.

 

Ich möchte natürlich auf dem rechten Weg der Route bleiben, das Navi wird angeschlossen. Ich habe mich für eine Lenkermontage des Navis entschieden, damit ich auch bei Fahrt noch per Hand ans Gerät komme. Mit der Halterung im Zentrum über dem Tacho ist das so nicht möglich. Der Einbau von Halter und Verkabelung in der Mitte sollte man beim Kauf dem Händler überlassen, das wird sonst leicht zum Wochenendprogramm.

Als (mehr oder weniger) glücklicher Besitzer eines Zumo 660 bietet sich die von der Trophy unterstützte kabelgebundene Verbindung an. Dazu gibt es ein „ConnectionKit“ (Bestell-Nr. A9938065 - Preis ca. 13,00 € - Stand 04-13). Aber wohin damit…

 

Ok, auf Navi-Seite ist das nicht schwer, Power-Versorgung ist klar (rot an rot und schwarz an schwarz) – und jetzt? Wohin jetzt auf SE-Seite?

Die dem Kit beiliegende Beschreibung taugt für die Trophy…nix, gar nix. Keine Ahnung welches Bike hier verdrahtet wird, eine Trophy ist es jedenfalls nicht.

 

Das Geheimnis beginnt im linken Spiegel…

 

 

Infotext

 

Nach Aufklappen des Spiegels sehen wir zwei der bekannten Triumph-Inbus-Schrauben (Bild 1). Die Schrauben lösen und, nach dem das Kabel abgezogen ist, die Blinkereinheit herausnehmen.  

Vorsicht beim Stecker, der Sicherungsbügel kann aus der Fassung herausgezogen werden und verschwindet – wenn es unglücklich kommt - evtl. in den Tiefen der Verkleidung auf „nimmer Wiedersehn“. ICH weiß das jetzt (… Und ohne den Bügel hält der Stecker nicht mehr.) Übrigens… Ein einzelne Spange gibt es nicht, ein neuer Stecker kostet 50,- € (Stand August 2013)

 

Von vorn nun die einzelne Schraube lösen, sie hält das Verkleidungsteil der linken oberen Frontseite. Nun kann das Verkleidungsteil nach VORNE herausgenommen werden. Es gibt einige Widerstände durch div. Clipse ect., darum vorsichtig an den Rändern ein weinig vorlösen, NIE ZUR SEITE ZIEHEN oder biegen, sonder nur nach vorn schieben/ziehen. Der Haltestift (Bild 2) könnte das sonst nicht überleben. Es empfiehlt sich, die beiden Abdeckungen unter den Scheinwerfern abzunehmen. Dadurch ist eine einfachere Kabelführung möglich. Viel Platz ist da nämlich nicht…

 

Wenn das Seitenteil endlich weg ist sehen wir – nichts. Oder doch? Da ist ein Steckplatz  mit einer grauen Steckerbuchse, der ist aber nicht für uns (sondern für XM-Sat-Radio-Antenne für den US-Markt). Etwas links daneben findet man dann ein Stück Klettband. Hinter und unter dem Band befinden sich eine schwarze Steckdose mit Blindstopfen (die Strombuchse für unser neues Kabel!) sowie ein Rundstecker. Auch wenn man es nicht sofort sieht, es sind beide Stecker da. Also Kabel des ConnectionKits angeclipst und die Stereo-Buchse des Garmin angesteckt, mit Gaffa-Tape gesichert – fertig.  Eine über Zündung arbeitende Stromversorgung und die Datenweitergabe ans Radio sind hergestellt.

 

Wohin mit den restlichen Leitungen? Ich habe alle offenen Stecker des NAVI-Kabelbaums wasserfest verschlossen und den ganzen Kram hinter der Abdeckung unter den Scheinwerfern verstaut.

 

Beim Zusammenbau ist wieder auf die ganzen Nasen und Clipse des Verkleidungsteils zu achten, nicht nur an der Oberseite, auch unter dem Spiegel. Das war´s dann schon.

 

Diese Stromversorgung ist nun gar nicht Geräte abhängig und bietet sich für alle Abnehmer an, die via Zündung geschaltet werden sollen. Über anliegende Stromstärken habe ich allerdings keine Infos.

 

Es ginge natürlich auch anders.

Eine Versorgung via Dauerplus wäre auch möglich (die Batterie ist ja nicht weit entfernt), nur ist dann auf jeden Fall ein Extraschalter nötig, da die Navihalterungen einen kleinen Traffo haben, der die 12 V auf ein gebrauchsfähiges Maß herunter drückt. Der verbraucht auch bei nicht eingesetztem Navi Strom. Da kann im Winter schon eine Woche Pause reichen, um die Batterie in den endgültigen Winterschlaf zu schicken.

 

Soweit der Anschluss der Hardware. 

 

 

 

 

Erster Test: Radio an und die Route zu einem POI starten. Das Radioprogramm wird unterbrochen: „Bitte fahren Sie zur markierten Route…“. Soweit – so gut, geht doch.

 

Jetzt können wir schon Radio (und mp3s) hören und das Navi führt uns zum Ziel.

 

So, nun kommen wir zur spannenden Sache, dem Pairen des Telefons.

 

So wie ich die Sache sehe, bieten sich mit dem vorhandenen Equipment drei Möglichkeiten an:

     Die Telefon-BT-Verbindung ins Navi-System

  • Die Telefon-BT-Verbindung ins Navi-System
  • die Telefon-BT-Verbindung ins Trophy-System
  • die Telefon-BT-Verbindung direkt ins Helm-System

 Das Helmsystem ist sicherlich schon ein tolles System, mich stören – das ist jetzt Klagen auf hohem Niveau – die kleinen Knöppe am Helm.Da während der Fahrt rumklicken... Naja, die Zukunft wird´s zeigen.

 

Man könnte auch die Telefon-Funktion des Radios benutzen. Hier liegen die Knöpfe schon im fingernahen Bereich. Und man kann, wenn es die Situation zulässt, auch mal ein Auge aufs Display werfen.

 

Wunderschön wäre es, wenn das Telefon mit dem Navi kommunizieren würde. Die große Anzeige bei eingehendem Anruf, zwei große Tippflächen zur Gesprächsannahme oder -ablehnung, evtl. Gebrauch des importierten Telefonbuchs…

 

Und – was soll ich sagen – genau so funktioniert es!

 

Auf dem Küchentisch kann man schon mal das Handy mit dem Navi pairen und das Telefonbuch übertragen (lassen).  (Telefonbuch funktioniert bei mir allerdings nicht mit dem iPhone!?)

Also Navi an die Trophy, Helm aufgesetzt, Handy eingeschaltet…

Handy verbindet sich mit Navi, aus dem Telefonbuch eine Nummer ausgewählt, anrufen gedrückt… und … man hört den Rufton… und Gespräch führen. Klappt doch! Ohne weitere Aktionen. Re-Test: Eingehender Anruf, es Piept 1 x danach Anzeige auf Navi-Bildschirm, Gespräch annehmen oder ablehnen. Prima, das funktioniert auch mit Handschuhen. Jedenfalls in der Garage.

 

Irritierend: die Radiofunktion wird während eines Wählvorgangs nicht komplett abgeschaltet, sondern immer nur für die Sekunden in denen ein „Piep“ des  Wählvorganges zu hören ist. Zwischen den einzelnen „Pieps“ (oder „TuuuTs“) trällert Heino lustig weiter. Auch bei Gesprächspausen ist die Umschaltung sofort da, so schnell wie das Gesprächssignal erkannt wird, so schnell ist es auch wieder verloren. Das ist doch schon mehr als gewöhnungsbedürftig. Hier sollte „T“ mit einem nächsten Software-Update die Umschaltungszeit „zurück“ spürbar (!) verlängern. Beim Telefonieren empfiehlt sich also zwingend die Mute-Einstellung des Radios.

 

Soweit die Theorie in der Garage. Als Helm habe ich noch eine Altlast aus früheren Tagen, einen BMW System 6 Klapphelm. Als Brillenträger hat ein Klapphelm eindeutig Vorteile. Allerdings war eine Telefonie-Verständigung auf dem Wege Navi-Trophy-Helm nicht möglich, es war während der Fahrt nichts zu verstehen.  Es war viel zu laut! Und es gab nur Störungen.

Ich habe nun das Telefon vom Navi entkoppelt und direkt mit dem Helmsystem verbunden. Jetzt wird 2 x geklingelt, dann die Verbindung automatisch hergestellt. Legt der Gesprächspartner auf, wird die Verbindung auch automatisch unterbrochen. Kann man auch mit leben, ein schnelles Wählen mit zwei Klicks/Tipps auf dem Navi-Display gibt es allerdings nicht mehr.

 

Während der ersten großen Motorradtour über 3.500 km trat audiotechnisch folgendes Problem auf:

-          abgehackte Sprachinformationen aus dem Navi und bei Soundfiles aus dem iPad

-          reproduzierbare Empfangs-Unterbrechungen wenn der Kopf nach rechts gedreht wird 

 

Von „HelmSound“ wird die Anordnung der Audio- und damit auch der Bluetooth-Hardware unter dem Sitz als „heikel“ angesehen. Die Nähe zur Lichtmaschine und die Möglichkeit sich selbst im Sende(r)schatten zu sitzen geben da den Ausschlag.

Turnerische Übungen mit Helm neben der Maschine und auch Spaziergänge bis zu 6-8 Metern Entfernung vom Sender ließen den Empfang nicht schwinden. Also können Wackelkontakte (turnen) wohl ausgeschlossen werden. Auch die Sendeleistung (bis zu 8m Entfernung) ist ok. Bleiben wohl wirklich „Funklöcher“ über der Antenne. Z. Z. (05/2013) läuft eine Anfrage bei „T“ ob eine Verlegung der Antenne möglich ist.

 

Inzwischen haben wir 07/2013. Ich habe noch mal bei „T“ nachgefragt ob es inzwischen eine Antwort gibt. Nach einer kurzen Urlaubsverzögerung  kamen dann die leider wenig helfenden Antworten:

-          ein Foto der Antennenposition möchte man mir nicht zukommen lassen (…“fragen Sie Ihren Händler“)

-          ob ein Umbau möglich ist (keine Antwort)

-          welche Bluetooth-Version eingesetzt wird (…“darüber liegen uns keine Informationen vor“)

 

Speziell der letzte Punkt ist lächerlich. Wenn eine Software zum Einsatz kommt weiß man auch in welcher Version. Alles andere wäre mehr als amateurhaft. Allerdings sind die Aussetzer gefühlt weniger geworden. Oder ist es Gewöhnung?

 

 

Im Bereich der BC- und Audio-Usability habe ich „T“ folgende Überlegungen vorgeschlagen:

-          löschen der temporären Dateien (Verbrauch, Rest-Km usw) vereinfachen (One-click-only)

-          Nach dem Pairen eines Headsets/bzw. Umschaltung auf Bluetooth Lautstärketasten nicht deaktivieren sondern Grundlautstärke variabel lassen.

-          Die Umschaltzeit von Navi/Radio zu Telefon verlängern (Wird z. B. ein Telefon via Zumo benutzt ist die Umschaltzeit so kurz, dass zwischen jedem Wählton sofort das Radio anspringt. Das ist nicht gut.)

 

Da dies durch eine Software-Änderung möglich wäre bin ich auf kommende Updates gespannt…

 

Daten des Helmsets:

Bluetooth Vers. 2.1 (plus EDL, HFP, HSP, A2DP, AVRCP)

 

Related Links:

Helmsound (Händler & Einbau)  Leider gibt es diesen Anbieter nicht mehr

Bluebike (Hersteller Motorradkommunikation)

 

 


Reifen für Trophy SE

Meine Güte, was wird nicht alles über Reifen geschrieben. Und erst recht „interpretiert“. Ich will mich da gar nicht ausnehmen. Alle von mir gelesenen Tests über den Pirelli waren auf trockenem Geläuf gut, bei Regen jedoch so „naja…“ Und dann kam er auch, der Regen, mal nicht im Autobahngeradeauslauf, sondern auf kurvigen Straßen in der Provence. Mein Gott, was hab ich aufgepasst. Wie ein Anfänger.  Bis ich nicht mehr dran gedacht habe. Und was ist dann passiert?  Auch nix. Die „Flucht“ vor dem Gewitter im Grand Canyon de Verdon hat Spaß gemacht, war doch bei dem Sch…wetter keiner mehr unterwegs…

 

Die Erstbestückung mit Pirelli Angel ST hat nun gute 11.000 km auf der Rille. Und mit „Rille“ ist da nicht mehr viel. Vorn und hinten liegt das Profil so um die 3,5 mm, vorn eher etwas weniger. Die bis dato vorhandene Laufruhe ist dahin, beim Bremsen machen sich Vibrationen bemerkbar. Sollte man sich also langsam mal Gedanken machen, welche Reifen demnächst aufgezogen werden sollen.

Lt. Handbuch bleiben nach meinem pers. Geschmack noch die Metzeler Z8. Bei den WWW-Reifenanbietern liegen der „Angel“ und der „Z8“ preislich nahezu gleich. Die Fachpresse lobt auch den neuen Bridgestone T30, dafür gibt es aber von Bridgestone kein Freigabedokument. Triumph lässt bei den neuen Modellen keine Markenbindung mehr eintragen, damit ist eine Freigabe – lt. Bridgestone – auch nicht mehr notwendig.

 

Ich pers. halte die 11.000km für nicht besonders viel, zumal es fast ausschließlich Autobahn-KM sind und keine Nürburgring-Testrunden stattgefunden haben. Natürlich waren auch mal kurze Stücke mit 180km/h o. ä. dabei, der weitaus größte Teil waren jedoch Geschwindigkeiten zwischen 80 + 140 km/h, so wie es eine Autobahn im Berufsverkehr zwischen Köln und Oberhausen eben zulässt. Conti´s auf der RT oder GS haben da an die 16.000 km abgespult…

 

Also jetzt ab 11.300 km liegt der Metzeler Z8 auf der Straße. Schaun wir mal, wie er sich macht.

 

Nachdem man sich die letzten KM mit einem stumpfen Reifen durchgeschlagen hat ist es immer wieder erstaunlich, was ein neuer Reifen für andere Fahrgefühle hervorruft. Jetzt fällt die „SE“ scheinbar in die Kurven. Wie lange das so bleibt…? Lediglich ein Rubbeln beim Bremsen meine ich noch zu spüren (nein, nicht vom ABS!). 

 

Es mag jeder für sich entscheiden, ob der den :-) seiner Wahl mit dem Reifenwechsel beauftragen/belohnen möchte. Die Unterschiede zwischen Marktpreis und Händlerpreis sind jedoch enorm. Gleiches gilt für die Montagepreise. Auf jeden Fall sollte man mal vorab nachfragen. Dieser Reifenwechsel hat komplett (Stand Juni 2013) rund 310,- € gekostet. Dabei habe ich die Räder noch nicht einmal selbst ausgebaut (und somit auch nix mit der Entsorgung zu tun gehabt). Wer keinen freundlichen Montageservice kennt, sollte auch mal die Seiten der Reifenanbieter durchsuchen. Sie haben vielfach auch Montagefirmen verlinkt. Bei rund 50% Aufschlag darf der :-) eigentlich nicht beleidigt sein.

So ein paar Sachen schlagen ja preismäßig noch immer aus dem Rahmen, z. B. das Öl. Man kann 12,- oder mehr in der Werkstatt bezahlen oder 4,- beim Ölhändler (z. B. Fa. Gähringer, Duisburg - http://www.gaehringer.de/). Ok, man muss dann auch das Altöl normgerecht entsorgen. Zumindest nach der Garantiezeit eine Überlegung wert.

 

Update, April 2014.

Langsam wird es schwierig um Kurven zu kommen. 18.000km mit einem Satz Metzeler Z8 reichen auch. Auch wenn das Profil von der Tiefe her noch nicht wirklich am Ende war, der Reifen ist jetzt "eckig". Und bei dieser Laufleistung ist es natürlich wieder ein Z8. Bei gleichem Preis wie im Vorjahr stimmt das Verhältnis.




Störungen an Trophy SE


Kontrollbirne der Fahrwerkeinstellung

 

Als - zum Glück harmlose - Störung hat sich die nicht mehr verlöschende Kontrollbirne der Fahrwerkeinstellung herausgestellt. Eines Tages wollte sie nach dem täglichen Begrüßungsblinken nicht mehr ausgehen. Dafür hat sie permanent mit dem Blick ins Handbuch gedroht. Während dieser Zeit waren Änderungen an der Fahrwerkseinstellung nicht möglich, entsprechende Möglichkeiten im BC konnten nicht angesprochen werden. Anzeigen der Radiofunktion gab es auch nicht, der untere Teil des Displays wurde durch die Handbuch-Mahnung ausgefüllt. Ich befürchtete, dass nur eine Totalabnabelung von der Batterie Hilfe bieten könnte, wenn es denn nur bei einer Kleinigkeit bleiben sollte. Aber den ganze BC wieder neu einstellen? Um es kurz zu machen: auf Rückfrage beim :-) gibt es keine weiteren Tricks, als die Fuhre eine Minute stromlos machen.

Und was soll ich sagen: lediglich die Uhr war neu zu stellen. Na, das geht doch. Und die gelbe Birne war auch aus…

 

Reifendruckprüflampe:

 

Eines Tages sprang die Kontrolllampe an. 2,5 atü in der Tiefgarage. Draußen bei über 30° kletterte der Druck dann wieder und bei 2,7 atü ging die Funzel dann auch wieder aus.

Der Druck stieg auf bis zu 2,9 atü und beim Bremsen an der Ampel ging die Birne wieder an. Dieses Verhalten habe ich ab 3 aufeinander folgenden Tagen beobachten können.

Nach Erhöhung des Druck im kalten Reifen war wieder alles ok. Dass es bei einer Anzeige von 2,5 atü zur Meldung kommt ist gewollt und richtig, warum es beim Bremsen bei 2,9 atü auch passiert ist mir nicht klar. Bei der Inspektion ist nichts festgestellt worden…




Trophy SE - Ende August 2013

Ein Fazit vor der 16.000der Inspektion…

In den 4 Monaten bin ich jetzt rund 17.000 km gefahren, davon – beruflich bedingt - den weitaus größten Teil auf Autobahnen. Der Umgang mit dem Vehikel ist problemlos, lediglich im Stand benötigen die 300 und evtl. mehr kg eine starke Hand.

Bis auf die letzten km mit den Angel-Reifen hatte ich nie ein unsicheres Gefühl, egal welches Wetter. Der Wetterschutz an sich ist voll ok, die Strömungsverhältnisse (Sog) sind es nicht. Das ist – je nach Geschwindigkeit - ganz großer Kappes. Hier sollten sich „T“ oder Drittanbieter intensiv und dringend um eine andere Scheibe bemühen. Ich habe im WWW nur eine Austauschscheibe gefunden, die leider nur in den USA und somit ohne Zulassung in D. Die „große“ Triumph-Scheibe hat imo den gleichen Schnitt wie die kleine, von daher erwarte ich keinen großartigen Unterschied. Wer das Problem des Sogs kennt und mit der großen T-Scheibe Besserung erfahren hat, mag sich bitte melden…

Der Verbrauch ist ok, man fährt überwiegend wohl nicht über 200. Die Reisetauglichkeit ist nur schwer zu toppen, besonders im 2-Personen-Betrieb. Leider gehen den Gepäckbehältnissen durch ihre Doppelwandigkeit einiges an möglicher Fracht verloren. Die Handhabung des Bordcomputers ist gewöhnungsbedürftig aber zu erlernen. Man muss ja nicht alle Einstellungen täglich neu machen.

 

Für mich deckt die Trophy SE z. Z. die Ansprüche, die ich an ein Motorrad habe voll ab. Höchstgradig autobahntauglich mit entsprechendem Komfort (Radio, bequemer Sitz, in weiten Teilen Wetterschutz).

Es sind eine Menge Dinge aufgefallen, die nicht optimal sind aber eigentlich mit wenig Aufwand zu ändern wären. Vieles kann man unter "nice to have" abhaken. Aber ein paar Sachen müssen imo abgestellt werden:

  • Rückspiegel bzw. die Sicht nach hinten
  • Warnblinkschalter weit vom Fahrer weg
  • Sog / Einsauen der Front
  • Scheinwerfer-Birnenwechsel
  • Keine 2 Helme in TC
  • Platzmangel unter Sitzbank (Warnweste? Verbandspäckchen?)

Wie die kleinen, im Text genannten Dinge zu bewerten sind, muss jeder selbst entscheiden.

Und der Rest? Der Motor, meine Güte. Ja, was soll ich dazu schreiben. Er läuft. Und das sehr gut. Er ist manchmal vom Klang her etwas rauer geworden. Der Verbrauch liegt für mich und meine Fahrweise im guten Rahmen. Ja und das Getriebe…? Ja, es raschelt im Leerlauf, aber es schaltet prima. Und der Kardan? Welcher Kardan? Man hört und spürt ihn nicht. Lediglich das TC und/oder die Koffer klappern in der Halterung… Nein, ich bin nicht von „T“ gesponsert. Der Werkstattchef könnte das bestimmt bestätigen… ;-)




Trophy SE - Inspektionen

16.000 Inspektion
Mit 333,- € liegt sie preislich im Bereich einer Inspektion unseres VWs. Es wurden keinerlei Reparaturen oder ungeplante Austäusche nötig. Allerdings ist im Preis auch ein Leihmoped enthalten. Ich bin froh, dass es einen großen Inspektionsintervall gibt…

Das neu eingespielte Softwareupdate betrifft die Motorsteuerung, eine Veränderung habe ich (noch) nicht gemerkt.

Die von der Zentrale angeregte Weiterleitung der Fragen bezüglich des Bluetooth-Anschlusses an die Werkstatt entpuppt sich als nicht sinnvoll. „Wir sind Mechaniker, keine Elektroniker“ Ich kann diese Antwort verstehen, auch wenn sie mir nicht hilft. Da muss „T“ wohl noch mal aktiv werden.

 

Das „Rubbeln“ der Bremsen entpuppt sich als „Bremsscheiben mit Schlag“ am Vorderrad. Nach gerade knappen 5 Monaten? Hm…

Auf meine Frage woher so was denn kommen könne, bekomme ich folgende Antwort (Gedächtnisprotokoll): „Wenn so was passiert, dann eigentlich immer nur nach einem Reifenwechsel. … Ich weiß nicht warum Triumph das so macht, aber die Schrauben der Bremssattelbefestigung haben keine Führung. Die muss man ganz vorsichtig montieren.“

Nochmals „Hm…“  Ist das die globale „Rache“ für nicht bei „T“ durchgeführte Reifenwechsel?

Da mein Reifenwechsel von einem Zweiradmechaniker durchgeführt wurde denke ich, dass der das nötige Fingerspitzengefühl hat(te). Auerdem war es schon vor dem Reifenwechsel da.

Die „optimale“ Montage sieht nach Werkstattchef  so aus:

-          bei De-Montage  v o r s i c h t i g  die Bremsbeläge zurückdrücken damit die Bremssättel abgestreift werden können, aber Vorsicht an der Bremsscheibe.

 

Montage

-          Steckachse nicht ganz festziehen

-          Gabel tief eindrücken (2-3 mal)

-          Steckachse festziehen und sichern

-          bei Montage Bremssattel erst locker anschrauben

-          dann Bremsen betätigen (der Bremssattel kommt so in die „richtige“ Position)

-          dann Schrauben anziehen

 

Die Montage soll ohne „Spannung“ erfolgen. Alles klar? Ich werde mit dieser Anleitung beim nächsten Mal Reifen montieren lassen. Und wehe…;-)

 

Da die Reparatur noch nicht durchgeführt wurde ist natürlich auch eine abschließende Bewertung noch nicht erfolgt. Vielleicht ergeben sich ja im ausgebauten Zustand doch wieder ganz andere Aspekte…

 

Nachtrag:

Die Trophy ist zurück mit wunderbar „flutschenden“ Bremsscheiben. Kein Ruckeln o. Ä., sanft kann man zum Stillstand kommen, da könnte sogar Bremsen Spaß machen. Besonderheiten, die auf ein zuzuordnendes Fehlverhalten in der Vergangenheit hätten hinweisen können, wurden an den Scheiben nicht festgestellt, allerdings waren die Schraubenanzugsmomente auffällig unterschiedlich…

 




 

Dezember, 2013

 

Das Zylinderkopfgedöns nun auch die Trophys erreicht hat.

 

In einem englischen Trophy-Forum wurde von den doch schon sehr konkreten und fortgeschrittenen Aktionen auf der Insel berichtet. Danach werden z. Z. die betroffenen Maschinen in UK „eingesammelt“ und ab Januar 2014 im Werk Hinckley überarbeitet, also Zylinderkopfaustausch und zusätzliche Maßnahmen. „Betroffen“ – sofern nicht schon akustisch auffällig geworden – sind die Fahrzeuge, deren letzen 6 Stellen der VIN kleiner als 630000 sind.

 

Auf der Insel wurden die Eigentümer von „T“ informiert, auf dem Kontinent herrschte bis dato Schweigen. Ich habe daraufhin sowohl  „T“ als auch meinen Händler angeschrieben und gefragt, ob in D eine vergleichbare Aktion zu erwarten ist. „T“-Deutschland hat darauf hin sehr schnell geantwortet. Z. Z. würden in England die Unterlagen zusammengestellt, die dann „in Kürze“ an die Händler gehen damit dann „sehr bald“ ein Tausch eingeleitet werden kann. Alle betroffenen Fahrzeuge würden vom Austausch profitieren.

 

Nunja…  

 

Schön ist ja, dass was passiert. Sauer bin ich allerdings, wenn ich an die Antworten auf meine Anfragen genau zu diesem Thema bei „T“-Deutschland und div. Händlern denke: NEIN, das wird es bei Trophys nie geben, NEIN, das sind ja ganz andere Motoren (Pustekuchen), machen Sie sich da mal KEINE Sorgen, usw. NEIN – Nein – nein. Das Schlimme ist, die Logik hat genau was anderes gesagt (und so ist es ja auch gekommen). Und immer wieder wird man angeschis…windelt.

 

Schaun wir mal, wie lange „in Kürze“ und „sehr bald“ dauert.

 

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, ob - und wenn - wie sich die Grundlage für eine evtl. Garantieverlängerung ändert. Wir werden es sehen.

 

 

22. Jan. 2014


Es schien etwas ruhig in den letzten Wochen, aber wohl nur oberflächlich.

Unter der Verkleidung grummelt es wohl etwas mehr.

 

So erreichte die Trophy-Fahrer inzwischen eine KBA-Rückrufaktion mit dem Thema „Austausch Hauptständerhalterung“ und in der Parallelwelt der Tigerdompteure steht der „Austausch der ECU-Box“ (Motorsteuerung) ganz oben an.  Dank des Baukastenprinzips sind „natürlich“ auch wieder die Trophys betroffen. Es soll sich dabei um die

VIN-Nrn. 561284 – 637165  

handeln. Es empfielt sich also die Nummer mal zu checken.

Schade, dass sich mein :-) trotz Nachfrage noch nicht geäußert hat.

 

(Wer eine gebrauchte Trophy erworben hat kann evtl. vom KBA nicht erreicht worden sein. Wer also kein Schreiben bezüglich des Hauptständers bekommen hat sollte seinen Händler befragen.)

 

Inzwischen (15.02.14) ist auch der 2. "Gelbe Brief" vom KBA eingetrudelt. Der Austausch der Motorsteuerung (ECU) ist damit amtlich.


01.03.2014

 

Hurra! Ich habe ein neues Motorrad.

 

Nein, nicht ein neues, ein anderes. Die Trophy ist zurück von der Totaloperation. 14 Tage Intensivstation. Neue Steuerbox, neuer Zylinderkopf. DAS ist ein Unterschied! Da macht das Fahren mit offenem Visier wieder Spaß. Das Kätzchen schnurrt, da klappert und rasselt nix mehr. Aufbocken dagegen ist allerdings schwieriger geworden, das ging vor der Reparatur imo leichter.

 

Keine Ahnung ob es am neuen Block liegt oder an der ECU-Box: ich habe das Gefühl, dass mehr Druck hinter jeder Zündung liegt. Aber vielleicht ist es auch nur die Winterabstinenz die sich bemerkbar macht.

 

Auf jeden Fall ist/war das eine absolut lohnende Aktion. Hier erst mal ein großen Dankeschön für die prima Arbeit an das Werkstattteam von Motorrad Kröber in Oberhausen.

 

 

Die verlängerte Motor-Garantie wird in einem eigenen Dokument ausgewiesen. Über Anpassung der Inspektionen an die neuen Motorgegebenheiten konnte/wollte man nichts sagen, der Werkstattmeister war an diesem Samstag nicht zugegen.

 

Und noch etwas ist neu, mein Helm. Das Weihnachtgeschenk ist nun auch umgebaut, das BlueBike Solo Bluetooth-Set ist vom alten Helm in den neuen gewandert. Eigentlich wollte ich den Umbau ja selber machen, nachdem ich feststellen musste, das mein Verkäufer/Händler – die Firma HelmSound – ihren Geschäftsbetrieb leider eingestellt hat. Sehr schade, hatte ich doch die Firma als kompetenten Anbieter kennengelernt. Und eine Frage nach einer Händlerliste bei Bluebike brachte nun gar kein kundenfreundliches Ergebnis. Lt. Bluebike gibt es keine Liste, weil es keine Händler gibt. (Wie kann das denn...) Alles wird selbst im Saarland durchgeführt, die Wertschöpfungskette macht also keine Umwege. Wer Herrn Voit kennt, weiß, dass es bei dieser Erklärung nicht ohne persönliche Stellungnahmen abging. Auch sah man sich nicht in der Lage einen nötigen Klebestreifen für das Tastenfeld zu verkaufen. Außerdem können sie (BlueBike) es sowieso am Besten (O-Ton: „...seien Sie gespannt auf unseren neuen Einbau...“) und wenn sie es nicht machen ist die Garantie futsch.

 

Wie fühlt man sich da als Kunde....

 

Ich war also mächtig gespannt, als ich den neuen Helm nach 3 (!) Wochen Werkstattaufenthalt nun aufsetzte. Eine optische Ansicht des Einbaus brachte keinen sichtbaren Unterschied was die Qualitätsaussage unterstützen könnte (was soll da auch großartig anders sein). Die Lautsprecher waren in gleicher Manier im Helm befestigt wie die alten. Beim alten Helm hatte ich die dort bereits vorhandenen Speaker (ex Baehr) weiter benutzt, jetzt im neuen Helm wurden die zur BlueBike gehörenden „Originale“ eingesetzt. Es sind übrigens beides BMW-Helme, also nix exotisches...

 

Und die Hörprobe?

 

Tja, Herr Voit, ich bin überrascht. Allerdings nicht so positiv. Im Stand ist der Klang dumpf, keine Höhen zu verspüren, es hört sich an wie unterm Putzeimer mit Decke.

 

Update: Wie erwartet hat sich auch bei Fahrbetrieb (variable Lautstärke) nichts zum Positiven geändert. Der Klang ist nicht zu vergleichen mit dem vor Speakertausch. Jetzt möchte ich aber erst einmal fahren und nicht sofort die Mütze wieder einschicken. Ich habe am Radio alle Regler bis zum Anschlag "aufgedeht". So ist wenigstens ein wenig zu verstehen. Vielleicht gewöhne ich mich noch daran... Der Riesenschritt in Soundqualität, wie er auf der BlueBike-Webseite genannt wird, ist wohl an mir noch vorbei gegangen. Man kann die Soundqualitäten wohl so beschreiben: die ex-Baehr-Speaker haben einen (über?)aktiven Höhen-Bereich, die BlueBike-Speaker müssen - was die Höhen angeht - extrem gekitzelt werden. Ich wie weit das jetzt zu Verzerrungen führt werde ich hören. Naja, HiFi unterm Helm ist eh nur ein Marketing-Spruch, die DIN 45500 wird da sowieso nicht nachgemessen. Allerdings finde ich die Eigenschaftsunterschiede der Speaker schon beachtlich. Preislich gehören sie alle nicht zur Billigware (jedenfalls für uns Endkunden).

--------------

 

Nach inzwischen schon wieder einigen Stunden mit "Mütze auf" ein Zwischenbericht:

Bei der Trophy können die Sound-Einstellungen (Höhen, Tiefen, Mitten und Lautstärke) bei Benutzung einer BT-Verbindung nur im Lautsprechermodus geändert werden. Dann bleiben sie allerdings auch für die BT-Verbindung gültig. Bei dem vorhandenen Bedienkonzept ist dies nur im Stand möglich, bei Fahrt wäre das imo extrem gefährlich.

 

Alles in Allem klingt alles sehr "topfig". Das wird sicherlich mit der Helmdämmung zu tun haben, fiel aber beim Altmodell nicht so auf. Auch der neueste BMW-Klapphelm nennt sich "der Leiseste" was defakto jeder Helmproduzent sagt und immer wieder nicht ganz richtig ist. Ein Klapphelm wird nie so leise sein wie ein Standardhelm. Vorbeirauschende Luft, Verwirbelungen hinter der Scheibe, ein Spalt offenes Visier oder Lüftungs"klappen", die ihrer Funktion gerecht werden, alles sorgt für Geräusche. Diese bewegen sich meiner Meinung nach (ohne etwas gemessen zu haben) im höher frequenten Bereich. Dadurch überlappen sie die Töne gleicher Frequenz aus den Speakern. Es entseht ein zum Teil Mischmasch an Geräusch, der ein verständliches Hören dieser Frequenzen nicht möglich macht. Es ist einfach Matsche. Die Einstellungen des Radios machen die Sache bis zu einer gewissen Geschwindigkeit passabel, wenn die tempoabhängige Lautstärkenanpassung aktiv wird, sind entweder die Speaker oder das Radio an ihren Grenzen. Eine Feinjustierung ist leider unumgänglich, in letzter Konsequenz gibt es aber keine Reserven bei der Aussteuerung.

Für meinen Geschmack passen die Lautsprecher nicht zum Einsatzzweck, es werden schlicht zu wenig oder die falschen Frequenzen übertragen. Anders kann ich das nicht ausdrücken. Es mag sein, dass es andere technische Möglichkeiten gibt dieses Manko zu umgehen (siehe Riesenschritt in Soundqualität). Diese Möglichkeit habe ich aber nicht. Alternativ wäre noch eine massiv erhöhte Lautstärke hilfreich, dann ist der Termin beim Ohrendoktor aber nicht mehr lang hin. Bei Gelegenheit werde ich noch einmal die Baehrs einsetzen und vergleichen.

 

Der Frühling kann jetzt richtig loslegen, an der Trophy kann´s jetzt nicht mehr liegen.

Es ist zu hoffen, dass jetzt auch das Kapitel „Kinderkrankheiten“ bei Triumph ausgestanden ist.

 

32.000 Inspektion



480,- Taler (ohne Ventilgeschichten, da Zyl-Kopf vor kurzem erst  gewechselt, sonst mind. 620,-) für die Inspektion... es ist halt etwas teurer einen Exoten zu fahren.


Auch dieses Mal habe ich eine "ruckelnde" Bremse moniert. Auch dieses Mal wurde das vom Meister bestätigt. Aber dieses Mal wurde genauer hingesehen und nicht der "Fremdreifenwechsel" als mögliche Quelle suggeriert. Dieses Mal wurde das Vorderrad vermessen. Und siehe da: die Qualität war so mies, dass sich die montierte Bremsscheibe schon am Rad verzogen hat. Also neues Rad auf Kosten des Hauses "T"...



Triumphs Bildersprache
Triumphs Bildersprache

Bildersprache

 

Mit welchen Attributen sind Fotos, die eine positive Stimmung verbreiten wollen, ausgestattet?

 

Richtig. Blauer Himmel, fröhliche Farben, bunte Wiesen, Sonnenschein usw.

 

Welch ein Unterschied zum oben gezeigten Bild der Triumph-Webseite.

Und wenn wir jetzt noch erkennen, dass es sich hierbei um die bundesdeutsche Web-Kontakt-Seite handelt können wir erahnen, wie dieser Service aussieht.

Der Standard-Kontakt beschränkt sich auf eine gebührenpflichtige Fax- & Telefonnummer sowie einem Link zum NSA-Ableger “Fazzebook“.  E-Mail-Kontakt? Unerwünscht. Zeiten der Erreichbarkeit? Ungenannt.  Es scheint so, wir sind lästig wenn wir nicht „liken“.

 

Warum ich so muffig reagiere? Ganz einfach. Ich suchte nach einer Liste der Triumph-Händler im Ausland. Früher - sooo lange ist das ja noch nicht her - gab es zum Handbuch auch immer ein Händlerverzeichnis. Ok, in den meisten Fällen musst zum Glück nie rein geschaut werden. Aber es war ím Notfall da. Und heute? Nix. Nunja, in Zeiten von Online-Flatrate auch für Mobile-Geräte mag man glauben darauf verzichten zu können. Aber es gibt ja auch noch die, die mit dem ganze Mobilkram nicht zu tun haben wollen. Pech gehabt. Oder man befindet sich gerade an einer Ecke der Welt, in der die Mobilfunkversorgung nicht so optimal ist. Wieder Pech gehabt. Oder wie sieht das Triumph?

 

Man könnte jetzt eine Möglichkeit der Online-Bestellung des Verzeichnisses einrichten. Aber das wäre vermutlich schon zu viel des Kundenkontaktes. Außerdem geht eine "Triumph" ja nie kaputt. Hüstel.

Oder, wenn sich ein Kunde schon durch den Telefoncomputer quält könnte man sein Ansinnen auf Zusendung eines Verzeichnisses ja wenigstens mit einer Antwort honorieren. Aber da ist einfach nix. Ob man sich so neue Freunde macht oder - schlimmer noch - alte behält?





Abschied


Triumph Trophy SE – fast so edel wie eine S-Klasse
www.welt.de

Die Trophy SE treibt's auf die Luxusspitze
www.tourenfahrer.de

Triumph liefert mit seinem neuen Modell Trophy SEein ideales Zweirad für die große Reise.
www.handelsblatt.com

Mit der Triumph Trophypräsentieren die Briten einen ernsthaften Mitbewerber im Markt der großen Tourer, der bisher von BMW mit der RT dominiert wird.
www.kradblatt.de

Nun rollt die neue Triumph Trophy SEmit einem Feuerwerk an Serienausstattung und Elektronik aus.
www.motorradonline.de

„Mit der neuen Trophy 1200 SE lanciert Triumph den derzeit wahrscheinlich charakterstärksten und am einfachsten zu fahrenden Luxustourer.
www.testberichte.de


Das sind nur einige der viele Schlagzeilen, die die Trophy SE bei ihrem Erscheinen im Frühsommer 2013 produzierte. Berechtigtes Lob für Ausstattung und Performance in allen Kreisen.

Ein Jahr später, was daraus geworden?


Jahresmotorräder mit nur ein paar Tausend km werden von einem Triumph-Händler (!) incl. Neulackierung in Wunschfarbe, neuer Wunschbereifung und 7 Jahren Garantie für unter 14.000,- € verschleudert. Aktive Wertevernichtung kann man das wohl nennen.  Was treibt einen Händler zu solchen Aktionen?

Was dieses spezielle Gebaren angeht werden die Gründe wohl im Dunkelgrauen bleiben. Welche Motorräder werden hier angeboten? Warum muss man eine Lackierung und neue Reifen anbieten?  Das ist schon mehr als sonderbar. Die Folgen solcher Angebote sind für SE-Besitzer gravierend. Wer jetzt seine SE verkaufen möchte ist der Gelackmeierte. 7 Jahre Garantie kann niemand bieten, der seriös handelt und wertgerechte Preise anbietet.


Ich habe den Schritt getan. Ich habe meine Trophy verkauft und bin mit einem dunkelblauen Auge davon gekommen. Anzeigen in den üblichen Verkaufsplattformen des Internets brachten keine seriöse Resonanz. Gespräche über Inzahlungnahmen brachten z. T. abenteuerliche Preisvorstellungen der Fachhändler zutage, die von völliger Ahnungslosigkeit gegenüber Triumph und Trophy geprägt waren. Alles in allem ernüchternd, was den Marktwert und wohl auch das Image  einer Triumph außerhalb UK angeht.

Dass es ein „Exote“ sein und bleiben würde hatte ich mir beim besten Willen nicht vorgestellt. Ein prima Reisemobil, aber scheinbar doch vollkommen am Markt vorbei geplant, obwohl sie vieles besser macht als der Marktführer. Oder wird sie einfach „nur“ ignoriert? Vom Design her eher unscheinbar und da eine komplette Ausstattung Serie ist auch für Bastler langweilig. Wie kann es sein, dass – wie ein Händler mir erzählte – er seit Erscheinen der Trophy – sage & schreibe eine (1 –EINE) Maschine verkaufen konnte (Stand 04/14)? Mangelnde Verkaufszahlen spornen auch die Zubehörfirmen nicht an den Individualismus zu fördern. Was ist es denn, was die Trophy wie „sauer Bier“ in den Läden stehen lässt?  Selbst die Schwacke-Liste hat z. Zt. keine Einträge für die SE, was nichts anderes bedeutet als: es liegt kein „Markt“ vor. Hat „T“ nicht die Verbindungen zu den Fachpostillen, die eine Trophy mindestens bei einer Tourenfahrt pro Monat ins Bild setzt?


Natürlich waren da u. a.

Rückruf ECU-Box
Rückruf Seitenständer
Austausch Zyl-Kopf
Austausch Bremsscheibe vorn
Austausch kompl. Vorderrad usw.


Leider auch zu nennen: eine völlige Ignoranz von Kundenanfragen bei „T“, sofern überhaupt möglich. Die Werkstätten sind – man muss es leider so sagen – mit Fragen/Problemen, die nicht durch den Servicestecker zu klären sind, überfordert. Fragen, die sich z. B. auf die „Unterhaltungselektronik“ der SE beziehen, können vor Ort nicht beantwortet werden und von „T-Deutschland“ wird nicht reagiert. Schade. Service kann auch Kunden binden.


Und als krönender Abschluss die hauseigene Wertevernichtung durch die o. g. Händler-Dumping-Angebote. Hier werde ich dann wirklich sauer, eine „normale“ Gebrauchte ist damit wertmäßig auf Korea-Ramschniveau und eigentlich nicht mehr verkäuflich.

Und das hat dann auch meinen Entschluss, Triumph den Rücken zu kehren, massiv beeinflusst: dieses Verhalten empfinde ich als Kunde als eine Schweinerei. Wir reden hier nicht von einem Wegwerfprodukt.  Der leider nichtssagende aktl.  Listenpreis meiner Maschine beliefe sich auf über 20.000,- €, würde man sie heute „a la Card“ so bestellen, wie sie ist.  Hätte ich im vergangenen Jahr ein paar Tausender mehr ausgegeben und eine GL 1800 erworben, würde es mind. 10 Jahre dauern bis sich der Wert halbiert hätte. Bei Triumph dauerte es keine 2 Jahre. Vielen Dank dafür!


Mein Bedarf an Exotik ist jedenfalls gedeckt. Wenn´s ganz schlimm kommt kauf ich mir ein Maracuja-Eis, das muss an „Exotik“ dann reichen.

Gerne hätte ich dies auch „T“ direkt. Mitgeteilt, leider gibt es für so was – wie schon an anderer Stelle erwähnt – bei „T“ keine Adresse.






Vergleich mit anderen Dickschiffen

Ich habe mal ein paar Daten der Äußerlichkeiten verglichen (kein Anspruch auf Vollständigkeit). Auch will ich gar nicht vertiefen, ob es sinnvoll ist mit einem Reisemoped innerhalb von 3 Sek. auf 100km/h zu sein. Vergleiche sind eh nur schwer zu ziehen, zu  unterschiedlich sind die Ansätze. Lediglich die Äußerlichkeiten können ansatzweise wertfrei nebeneinander gestellt werden.

 


  Höhe  Breite Länge Gewicht Zuladung Nm Radstand Sitzhöhe Tank
Trophy 1555 975 2235 301 239 120 1542 800-820 26
GL 1800 1455 945 2830 421 190 167 1690 740 25
VFR1200F 1220 755 2250 277 196 129 1545 815 19
K1600GTL 1465 1000 2489 348 212 175 1680 750-780 26,5
K1600GT 1440 1000 2324 332 208 175 1680 810-830 24
R1200RT 1430 905 2230 259 236 120 1485 820-840 25
FJR1300 1455 750 2230 289 200 138 1545 804-825 25
1400GTR 1465 790 2230 312 208 138 1520 81,5 22