Reisen

Cap Frehel
Cap Frehel

Unser Bretagne-Urlaub stand damals unter dem Zeichen "Leuchttürme" (was auch sonst...). Um den Einstieg für die Familie einfach zu machen, begannen wir mit dem Besuch am Cap Fréhel bei strahlendem Sonnenschein.

Fort la Latte
Fort la Latte

Anschließend statteten wir dem benachbarten Fort la Latte einen Besuch ab. Zwar gibt es hier keinen Leuchtturm, jedoch hat man vom Fort einen schönen Ausblick auf die Baie de la Frénaye. Mit entsprechenden Kanonen wurde von hier eindrücklich darauf hingewiesen, dass die Bucht bewacht wurde. Ein eigner Kanonenofen zeugt von einem erhöhten Kugelbedarf.

Ploumanach
Ploumanach

Auf dem Zöllnerpfad in Ploumanach kommt man zum Turm am Pointe de Squewel. Bei klarem Wetter liegt der Küste vorgelagert die Les Sept Iles mit dem eigenen Leuchtfeuer. Leider war hier das Wetter, wie so oft in diesem Sommer, grau.

Phare de la Vierge
Phare de la Vierge

Leider sollte sich das Wetter in den nächsten Tagen nicht großartig ändern. Kaum war der Entschluss gefasst am Aber Wrac´h den Phare de la Vierge zu besuchen (die Bootsfahrt sollte vorab gebucht werden), war auch schon wieder die Sonne hinter tiefen Wolken verschwunden. Wie sollte das noch weiter gehen... 

Kermorvan
Kermorvan

Auf der anderen Hafenseite von le Conquet schmiegt sich ein Turm am Pointe de Kermorvan an die Steilküste. Ein Fußweg führt hinaus zum Turm um dann plötzlich an einer Mauer mit geschlossenem Tor zu enden. Ob daran die gigantischen Bunkeranlagen der Heeresgruppe West schuld sind, die hier - wie in der ganzen Bretagne - extrem unangenehm auffallen?
Bei Ebbe kann man jedenfalls dem Turm mit einer Kletterpartie durch die Klippen etwas näher kommen.

Phare de Trézien
Phare de Trézien

Als Reinfall hat sich der Phare de Trézien erwiesen. Weder architektonisch noch landschaftlich konnte er mit den anderen Türmen mithalten. Als grau-braune Steinröhre in einem Neubaugebiet bekommt er einen Platz auf der Seite der unschönen Türme. Aber vielleicht liegts ja auch nur an der grauen Wetterlage.
Den gebührenpflichtigen Aufstieg verkneifen wir uns.

St Mathieu
St Mathieu

Am westlichsten (Festlands)Punkt Frankreichs steht am Pointe de St. Mathieu der Leuchtturm in den Ruinen eines alten Klosters. Hier 'klauten' uns die Wolken doch glatt die Laterne des Turms, er war zeitweise in den Wolken verschwunden. Aber vielleicht war es gerade die Leere und Stille an diesem Vormittag, die eine eigene Stimmung an diesem Platz hervorbrachte.

Pointe du Raz
Pointe du Raz

Wie anders eine Woche später am Pointe du Raz. Hier herrscht Kirmesstimmung. Vom zurückverlegten Parkplatz [ siehe auch 'Bretagne und Umwelt' ] geht der Weg vorbei an zig Postkarten- und Souveniergeschäften, die doch alle die gleichen Karten, Poster  und Mitbringsel anbieten. [ siehe auch 'Plissons Welt' ] Scharen von Touristen wälzen sich den kurzen Küstenweg entlang zum Pointe du Raz. Vom Sémaphore der Marine muss es bestimmt lustig aussehen, wenn sich alle Besucher wie die Lemminge auf die Felsnase zu bewegen.

Es bietet sich aber auch ein eindrucksvolles Bild:
sozusagen zu Füssen liegt der Phare de la Vieille in der Brandung, Im Hintergrund ist die Ile de Sein mit ihrem Leuchtfeuer zu sehen und - bei gutem Wetter - kann am Horizont Ar Men erkannt werden. Nördlich liegt noch der Turm von Tévennec, wahrlich ein funkelndes Quartett.
Bestimmt ein grandioses Schauspiel bei Dunkelheit.

LePort Musée
LePort Musée

Im Hafen von Douarnenez befindet sich ein kleines Museum der Bootsgeschichte. An viele Originalen wird die Geschichte des Bootsbaus aus aller Welt geschildert. Zum Le Port-Museé  gehört neben einem Hochseefischer u. a. ein englisches Feuerschiff.
Leider reichen wohl die nicht geraden knappen Eintrittsgelder nicht aus, den guten Eindruck des Museums auch auf das Außengelände zu übertragen: überall riecht es nach Verfall und Niedergang, von 10 Schiffen sind nur noch 3 zu besichtigen; das Feuerschiff gehört z. Z. nicht dazu.

Phare d´ Eckmühl
Phare d´ Eckmühl

Im Ortsteil St. Pierre von Penmarch steht der Phare d´ Eckmühl. Gespendet von der Tochter des Fürsten von Eckmühl, General Davout - seine Büste befindet sich im holzgetäfelten Turmzimmer - steht er an einer Stelle, an der schon ein älterer Turm früher den Weg wies.
In direkter Nachbarschaft befindet sich noch ein Kloster aus dem 15. Jahrhundert und der Sémaphore der Marine. 308 Stufen durch ein hellblau gekacheltes Treppenhaus führen hinauf, nachdem der Leuchtturmwärter persönlich die Tür zu seinem Reich geöffnet hat.

Bei einem erneuten Besuch 2009 war es nicht mehr ganz so einsam, Schilder geben der Schlage die Wartezeit an. Einige Leuchttürme in Frankreich haben den Sprung zum Kommerz geschafft.

Port Navalo
Port Navalo

Den letzte Turm in diesem Jahr fanden wir auf der anderen Seite des Pointe de Kerpenhir : einen Turm im Zentrum des Urlaubsortes Port Navalo. Leuchtturmwärter mussten nicht immer einsam sein...