Sicherung des Navigationsgerätes

Kaum ist das neue Mopped da geht die Meckerei schon wieder los. Aber es ist imo ein Armutszeugnis, dass es BMW nicht gelungen ist bei einem Fahrzeug dieser Preisklasse eine wenigstens einfache Sicherung des Navis einzubauen. Sicher, gegen Zerstörungshandlungen ist kein Kraut gewachsen, den flotten Griff beim Tanken sollte man aber schon erschweren oder besser verhindern können.

Im Web gibt es einige wenige Beispiele wie das bewerkstelligt werden kann. Aber die käuflichen Bauteile von rd. 160,-€ bis zu motorisch betriebene Verriegelungen mit umgebauten BMW-Motoren haben mir nicht so zugesagt. Geht das nicht einfacher? Ja, und auch etwas preiswerter?

Doch, ja, Kosten ca. 10,- €. Das hätte die Gewinnmarge für BMW jetzt nicht spürbar geschmälert, wäre sowas vom Start an dabei.

Was braucht man, was ist zu tun?

Gebraucht wird ein Hebelschloss, besser bekannt als Briefkastenschloss. Das wars.
Dazu etwas Werkzeug und handwerkliches Geschick.

 

Wir wollen das Herausnehmen des Navis erschweren. Die o. g. Versionen beschäftigen sich dabei mit der Blockade der seitlichen Drucktaste, die die Verriegelung des Halters öffnet. Soweit – so gut. Schaut man sich den Öffnungsvorgang genauer an oder besser direkt mal an der Autohalterung, so sieht man die große Taste auf der Oberseite der Halterung, die das Navi freigibt. Diese gilt es zu blockieren, dazu dient das Schloss. Das muss jetzt nur noch an die richtige Stelle.

 

 

Los geht´s.

Erst einmal die Scheibe runter. Die darunter liegende dunkelgraue Abdeckung ist nicht befestigt!

Man sieht jetzt die Abdeckung des Navi-Raums. Um an die unteren beiden Schrauben zu kommen muss einmal kurz die „Scheibe“ hochgefahren werden, dann geht´s leichter. Die Schrauben dienen zum Spreizen der schwarzen Stöpsel, die müssen also auch raus. 

Jetzt kann man das ganze Verkleidungsteil hochnehmen. Es macht die Sache einfacher, wenn das Navi jetzt abgestöpselt wird. Das sind lediglich zwei Steckverbindungen.

 

Alles Weitere kann jetzt an einem ruhigeren Ort als der Garage geschehen.

Nun die 4 Schraubverbindungen der Navihalterung entfernen.  

Und man stellt fest, dass es sich um zwei Bauteile handelt. Diese zu trennen ist etwas fummelig, der seitliche Schieber blockiert etwas. Ist aber alles auseinander kann das Schloss eingebaut werden.

Welche Bohrmaße dazu genommen werden sollten ist abhängig vom vorhandenen Schloss. Lochdurchmesser und abhängig von der Hebellänge die Entfernung zum Navi sind da die Stichworte.
Schlösser mit einem durchgehenden Außengewinde zum Verschrauben des Schlosskörpers sind besser geeignet als Schlösser mit nur einem kurzen Gewinde. Dort, wo das Schloss später sitzt, gibt es evtl. doppelte Kunststoffschichten, die kurzen Gewinde werden evtl. dort reichen, damit die Haltemutter greifen kann. Es sind ein paar Kunststoffstreben zu entfernen, eine „Fein“-Säge ist hier sehr hilfreich, es geht natürlich auch mit einem Metallsägeblatt.

Ist das Schloss montiert fehlt noch der Schlitz über dem eingesetzten Navi. Dies ist aber der geringste Eingriff.

Jetzt mal ein Trockenversuch ob der Schlitz passt. In geschlossenem Zustand sollte nun der Hebel die Verriegelung des Halters so blockieren, so dass sie nicht aufspringt. Damit kann das Navi nun auch nicht mal eben herausgenommen werden. Wenn OK alles wieder zusammensetzen.

Bei meinem Schloss kann der Schlüssel nur in gesperrtem Zustand abgezogen werden. Aber keine Angst, die Serienscheibe hat genug Luft nach unten, dass der Schlüssel – zumindest bei mir – auch stecken bleiben kann, ohne Schaden anzurichten.
Apropos „Schaden“… Obacht beim Umgang mit den Kunststoffteilen, Kratzer gehen nicht mehr weg, von falschen Bohrungen ganz abgesehen.

So, jetzt seid ihr dran…

 

(Sorry, das Bild von den amputierten Innereien ist leider nix geworden, man sieht aber sofort, wo was stört.)