Wie der „Wiesenkutter“ zu seinem Namen kam
Ich muss ja zugeben, dass das Wort „Landyacht“ mir ja im ersten Augenblick besser gefallen hat. Leider repräsentiert dieses aber einen Fahrzeugtyp, der nun gar nicht für mich geschaffen ist. Und „Yacht“, das ist kalter Glanz (viel Arbeit), Schickimicki, Gaffer in St. Tropez. Ja gut, auch Bikini-Schönheiten auf dem Achterdeck… Aber auch nur bei Sonne. Ein Kutter passt da schon besser. Kraftvoll, gemütlich, überschaubar. Was für den Kerl, „handmade“. Also dann… der Wiesenkutter.


Alles schon mal da gewesen?


Der Wiesenkutter ist nicht der erste WOMO-Selbstausbau. Von daher bin ich also gewarnt, was den Aufwand und die Kosten angeht. Allerdings ist der letzte Ausbau auch schon einige Jahre her. Damals habe ich mein theoretisches Wissen z. B. aus dem damals aktuellen Buch „Camingbusse selbermachen“* (Johannes P. HEYMANN, 7. Auflage 1987, Motorbuch Verlag) gezogen. Heute scheinen die Anleitungen von damals aus einer anderen Welt zu kommen, wenn es auch da schon ein Kapitel zur „Sonnenenergie“ gegeben hat. Als weitere Quelle der Inspiration bin ich auf das Buch „Das Reisemobil Praxisbuch“* (Bues u. Schwarz, 1. Auflage 2009)  gestoßen, ebenfalls vom Motorbuch Verlag. Leider auch nicht mehr aktuell (aber immerhin von 2009) aber sehr brauchbar, wenn es um Ausbau bzw. Tuning eines „Normal“-Mobils geht. Beide Bücher gibt es evtl. noch gebraucht.

Interessant ist ein Vergleich mit der derzeitigen Ausbaubibel von Ulrich Dolde „Wohnmobile – selbst ausbauen und optimieren“*  4. Auflage, allemal. Allerdings scheint lt. Leserkommentaren auch Herr Dolde – wie auch das Buch „Campingbusse selbermachen“ – durch „überarbeitete Ausgaben“ nicht nur Verbesserungen eingearbeitet zu haben. Für mich ist es der erste „Dolde“, ein Vergleich mit alten Ausgaben ist somit für mich nicht möglich. Was zu bemängeln sein könnte ist die Tatsache, dass es, was das Ausbauen angeht, auf KAWAs so gut wie nicht eingegangen wird, der Einband allerdings diesen Eindruck erweckt. Da scheint mir u. U. die falsche Zielgruppe angesprochen zu werden. Das Buch beschäftigt sich nahezu ausschließlich mit der Restauration und dem Ausbau eines LKWs zum Expeditionsfahrzeug für Fernreisen. Und das Ganze mit einem scheinbar nahezu unerschöpflichen Kostenrahmen oder großzügigen Spenden. Wenn man sich da als Käufer nicht sicher ist… vorher lieber mal reinsehen. Ansonsten bietet das Buch den aktuellen Überblick über das 2017/18 technisch Mögliche im Bereich Installationen. Dass hier bisweilen über das Ziel eines „Normalausbauers“ hinausgeschossen wird… nunja. 



 

Hier noch einmal die Warnung & Hinweis: Dies ist eine Beschreibung der Dinge, wie ICH sie gemacht habe, keine Bastelanleitung. Wer sich dadurch animiert fühlt es auch zu versuchen, der ist herzlich eingeladen aus meinen Erfahrungen etwas abzuschauen, ob nun positiv oder negativ. Wer sich aber nicht 100%tig sicher ist was er macht: FRAGT JEMANDEN, DER ES WEISS! Lasst die Finger von Sachen, bei denen ihr unsicher seid. Es kann gefährlich werden. Für Euch und Euer Tun kann und will ich keine Verantwortung übernehmen. Ich hoffe das ist jetzt klar.