Fahrradtacho

Anbau 

Werkzeug und zusätzliches Material:
Inbus zur Radverkeidungs(de)montage
Div. Kabelbinder, Klebeband
Kleber: Sikaflex

Da mein Schimmelchen nicht meine erste BMW ist, habe ich natürlich – wie schon an meinem Vorgängermodel – wieder einen Fahrradtacho angebaut. Warum überhaupt?

BMW fahren heißt in vielen Fällen: zu Erreichung von Standards selbst Hand anlegen.

So auch in der Geschwindigkeitsanzeige. Bei meiner R 1100 R von 1997 lief „serienmäßig“ der Tacho ca. 10% vor, sprich er zeigte immer mehr an. Also immer aufpassen, wenn jemand behauptet, er sei soundsoschnell gewesen…;-) Da die jetzige RT aus dem gleichen Baujahr stammt, wird nun der Tacho auch hier angebastelt.

Man kann diesen Tolleranzwert natürlich immer im Kopf haben und einkalkulieren, ich hätte es da jedoch gerne in diesem Fall genauer und so muss es dann sein, der Tachoeinbau.

Zum Einsatz kommt ein Modell der Fa. Sigma®.

Zum Lieferumfang gehören neben dem eigentlichen Tacho und Halter, dem Taktgeber und- empfänger auch 2 Gummis, die die Halterung am Lenker eben halten sollen. Diese sind – wen wundert´s – nur für Fahrrad- bzw. Rohrlenker geeignet. Auf die dicken Aluhörner unserer BMWs passen sie nicht. Hier muss ein größeres Gummi her oder etwas ganz anderes. Ich habe den Halter mit ein paar Kabelbindern befestigt. Dies hat zusätzlich den Vorteil, dass der Halter mal nicht so im Vorbeigehen abgepflückt werden kann. (Bild 1 +2). Ob die Montage am rechten oder linken Hörnchen erfolgt ist Geschmacksache oder platzabhängig (evtl links Radiofernbedienung vorhanden oder geplant?).

 Die Verkabelung ist denkbar einfach: durch den Schacht unter dem Armaturenteil den Taktempfänger am Kabel herunterlassen.

Nun muss ich ein wenig vorgreifen und erst einmal den Taktgeber verarbeiten. Dieses Bauteil, obwohl das kleinste, macht vielen die größten Sorgen. Wohin damit, sollte doch der Abstand zum Taktempfänger 5 mm sein. Wie schon beim letzten Bike habe ich mich wieder für die Innenseite des Bremsscheibenträgers entschieden. Dort auf die Innenseite geklebt und mit zusätzlichen Kabelbindern gesichert, wird der Geber, der nur ein kleiner Magnet ist, beim Fahren durch die Zentrifugalkraft auf den Halter gedrückt und so zusätzlich gesichert. Außerdem sind die Fliehkräfte so nah bei der Achse nicht ganz so groß, wie direkt an der Felge. Soweit meine Überlegungen, die sich bis dato als praktikabel erwiesen haben: über 15.000 km hat diese Montageform am Vorgänger gehalten. (Bild 3)

Der Impulsempfänger wird nun so am Gabelholm befestigt, dass der Abstand eben so ca. 5 mm ist. Dies ist an dieser Stelle problemlos möglich. Dabei  ist es – nach eigener Erfahrung – nicht zwingend nötig, dass der Geber und Empfänger sich rechtwinkelig gegenüberstehen müssen. Nun mal ein Test, das Vorderrad drehen und der Tacho sollte seine erste Geschwindigkeit gespeichert haben. Keine Angst auch bei dicken Kabelbindern oder Klebeband: unter der Radverkleidung sieht man sie gleich nicht mehr. (Bild 4)

ACHTUNG: die Montage des Magneten in der beschriebenen Art geht bei einer RT so nur auf der rechten Radseite. Auf der linken Seite befindet sich unterhalb der Gabel eine Metallnase, die mit dem Magneten an der Stelle kollidiert.

Beleuchtung des Tachos

 Was nützt die schönste Tachofunktion, wenn man sie nicht sieht? Also muss noch eine Beleuchtung her. Meine habe ich bei POLO® erstanden. Sie besteht aus einem Kunststoffbügel mit 2 eingebauten LEDs, die für eine hervorragende Beleuchtung sorgen. Der Bügel wird einfach auf den Tacho aufgesteckt und die Kabel z. B. an der Tachobeleuchtung mit angeschlossen. (Mehr dazu in der Abteilung „Elektrik“) Ein Nachteil sei nicht ungenannt: mit weiteren Jackenärmeln bleibt man bisweilen gerne an den LED-Trägern hängen.

Ergänzung bzw. Richtigstellung: Mit dem frisch eingestellten Fahrradtacho auf erster Testfahrt musste ich "Erstaunliches" feststellen: der original BMW-Tacho läuft quasi identisch mit dem Sigma®-Tacho. Also gibt es Unterschiede in den einzelnen Fahrzeugkategorien (wie schon erwähnt, lief der Tacho bei meiner 1100 R gleichen Baujahres mindestens 10 % vor) oder die Qualitätsstreuungen sind doch erheblich. Eigentlich könnte man den Tacho jetzt wieder abbauen, doch ich lasse ihn erst einmal dran, eine zusätzliche Teilstreckenerfassung ist ja auch nicht zu verachten. 

 

 

 

 

 

 

 


Bild 1


Bild 2


Bild 3


Bild 4